Kulturelles und digitales Erbe: Unterzeichnung einer Vereinbarung zwischen dem Kulturministerium, dem CNR und E-RIHS ERIC


Unterzeichnung einer Vereinbarung zwischen dem Kulturministerium, dem CNR und E-RIHS ERIC. Die auf drei Jahre angelegte Vereinbarung setzt auf Interoperabilität, künstliche Intelligenz, Weiterbildung und Open Science, um den Schutz und die Aufwertung des italienischen und europäischen Kulturerbes zu stärken.

Die Generaldirektion für Digitalisierung und Kommunikation des Kulturministeriums, der Nationale Forschungsrat – Institut für Kulturerbewissenschaften (CNR ISPC) und E-RIHS ERIC (European Research Infrastructure for Heritage Science) haben eine strategische Vereinbarung unterzeichnet, die darauf abzielt, die Zusammenarbeit in den Bereichen Forschung, Digitalisierung und Aufwertung des Kulturerbes zu stärken. Die Vereinbarung zielt darauf ab, ein gemeinsames Programm zur Stärkung innovativer Instrumente, Infrastrukturen und Methoden zu entwickeln und dabei die Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Einrichtungen, Forschungseinrichtungen und europäischen wissenschaftlichen Infrastrukturen zu fördern. Die Initiative fügt sich in den Rahmen nationaler und europäischer Strategien für den digitalen Wandel im Kultursektor ein und stellt einen wichtigen Schritt hin zu einer stärkeren Integration von wissenschaftlicher Forschung und Kulturerbe-Management dar.

Eines der Hauptziele betrifftdie Interoperabilität digitaler Systeme. Die Plattformen des Kulturministeriums werden schrittweise in die digitalen Infrastrukturen der Forschungslabore integriert, was den Austausch und die koordinierte Nutzung wissenschaftlicher Daten in Bezug auf Überwachung, Diagnose, Konservierung und Restaurierung von Kulturgütern ermöglicht. Besonderes Augenmerk wird auf die Entwicklung von Instrumenten auf Basiskünstlicher Intelligenz gelegt. Es werden fortschrittliche digitale Instrumente und KI-basierte Lösungen geschaffen, um Forschungsdaten besser zu nutzen. Intuitive Schnittstellen sollen Experten dabei helfen, den Erhaltungszustand einer Statue oder eines Gemäldes in Echtzeit zu überwachen. Die Vereinbarung zielt zudem darauf ab, die Rolle Italiens in den wichtigsten europäischen Programmen zum Kulturerbe zu stärken, indem die koordinierte Teilnahme an internationalen Projekten und Ausschreibungen gefördert und die Finanzierungsmöglichkeiten sowie die Kompetenzen im Bereich des Kulturerbes ausgebaut werden.

E-RIHS.it-Kampagne – MOLAB des Teams XRAYLab CNR ISPC am Gerüst für den Zugang zum Fries des Grabes von König Philipp II. in Vergina, Griechenland. Während der Arbeiten wurden zwei Röntgentechniken gleichzeitig eingesetzt (MA-XRF und MA-XRD) | © CNR ISPC
Kampagne E-RIHS.it – MOLAB des Teams XRAYLab CNR ISPC am Gerüst für den Zugang zum Fries des Grabes von König Philipp II. in Vergina, Griechenland. Während der Arbeiten wurden zwei Röntgentechniken gleichzeitig eingesetzt (MA-XRF und MA-XRD) | © CNR ISPC
Kampagne E-RIHS.it – MOLAB der Forschungsgruppe „Manuskripte und Archive“ des CNR ISPC. Fortschrittliche UV-Fluoreszenztechniken zum Aufspüren von Schriftzeichen, die bei normalem Licht unsichtbar sind | © Danilo Pavone, CNR ISPC
E-RIHS.it-MOLAB-Kampagne der Forschungsgruppe „Manuskripte und Archive“ des CNR ISPC. Fortschrittliche UV-Fluoreszenztechniken zur Erkennung von Schriftzeichen, die im normalen Licht unsichtbar sind | © Danilo Pavone, CNR ISPC

Zu den Prioritäten gehört auch die Ausbildung neuer Fachkräfte. Es werden innovative Ausbildungsangebote gefördert, die darauf abzielen, Fachkompetenzen im Bereich der digitalen Technologien für die Erhaltung, Verwaltung und Aufwertung des Kulturerbes zu entwickeln. Ein weiterer zentraler Punkt der Vereinbarung betrifft die Förderung von Open Science für alle. Durch den Einsatz künstlicher Intelligenz und innovativer digitaler Instrumente werden die Ergebnisse der Studien einem breiten und internationalen Publikum besser zugänglich gemacht. Parallel dazu werden Initiativen der partizipativen Wissenschaft gefördert, mit dem Ziel, die Bürger aktiv einzubeziehen und das Kulturerbe inklusiv zu gestalten.

Die Vereinbarung, die von Andrea De Pasquale für die Generaldirektion Digitalisierung und Kommunikation des Kulturministeriums, von Costanza Miliani, Interimsdirektorin des CNR ISPC, und von Vania Virgili, Generaldirektorin des E-RIHS ERIC, unterzeichnet wurde, hat eine anfängliche Laufzeit von drei Jahren. Ein Koordinierungsausschuss wird mit der Planung der Aktivitäten und der Überwachung der Ergebnisse beauftragt.

Die Initiative wird zudem zur Entwicklung und Integration europäischer digitaler Infrastrukturen beitragen, darunter der Gemeinsame Europäische Datenraum für Kulturerbe,die Europäische Kooperations-Cloud für Kulturerbe unddie Europäische Open-Science-Cloud, und so eine größere Interoperabilität der Daten sowie einen breiteren Zugang zum Kulturerbe fördern.

Kulturelles und digitales Erbe: Unterzeichnung einer Vereinbarung zwischen dem Kulturministerium, dem CNR und E-RIHS ERIC
Kulturelles und digitales Erbe: Unterzeichnung einer Vereinbarung zwischen dem Kulturministerium, dem CNR und E-RIHS ERIC



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