DieUniversität Mailand vergrößert ihre Verwurzelung im städtischen Gefüge der lombardischen Hauptstadt durch den Abschluss des Projekts zur Restaurierung, Umfunktionierung und Anpassung des historischen Komplexes in der Via Mercalli 23. Das Projekt, das darauf abzielt, das Gebäude in den neuen Verwaltungs- und Lehrsitz der Universität umzuwandeln, trägt die Handschrift des Planungsbüros Politecnica Building for Humans, das mit dem Studio Valle Progettazioni zusammenarbeitete. Die Maßnahme umfasste eine Gesamtfläche von mehr als 7.000 Quadratmetern, ein architektonisches Erbe, das unter Schutz steht und in zeitgemäße Räume für Büros, Schulungsräume und Dienstleistungen für die Universitätsgemeinschaft umgewandelt wurde.
Das ursprüngliche Gebäude wurde in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts auf Initiative von Kardinal Ferrari errichtet und hatte von Anfang an eine starke soziale und pädagogische Ausrichtung. Das heutige Projekt zielt darauf ab, diese historische Erinnerung zu bewahren und gleichzeitig die Struktur an die Bedürfnisse einer modernen akademischen Einrichtung anzupassen. Die Politecnica hat den gesamten Prozess des Eingriffs übernommen, indem sie sich um die integrale Planung und die Bauleitung kümmerte und die architektonischen, baulichen und anlagentechnischen Komponenten in einem einzigen organischen Entwurf koordinierte. Die gewählte Eingriffsstrategie basierte auf dem Prinzip der volumetrischen Erhaltung: Der Komplex wurde umgestaltet, indem ausschließlich mit den vorhandenen Volumina durch einen Prozess der Subtraktion und funktionalen Integration gearbeitet wurde.
Die Methode des Designs durch Subtraktion war der Eckpfeiler der gesamten Operation. Im Laufe der Jahre hatte der Palazzo Mercalli zahlreiche interne Umgestaltungen erfahren, die seine ursprüngliche Aufteilung veränderten und funktionale Schichten überlagerten, die oft nicht mit der historischen Aufteilung übereinstimmten. Im Rahmen des neuen Projekts wurden diese Schichten selektiv beseitigt, um die ursprünglichen Proportionen der Räume wiederherzustellen und eine klarere räumliche Hierarchie zu schaffen. Auf diese Weise konnten die Innenräume so umgestaltet werden, dass sie flexible und anpassungsfähige Nutzungsmöglichkeiten bieten, die für eine sich ständig verändernde Universität unerlässlich sind. Ein Beispiel für diesen Ansatz ist der Bau des unterirdischen Archivs unter dem Innenhof: Durch die unterirdische Ausgrabung konnten die Planer vermeiden, die Innenhöfe mit neuen Gebäuden zu belegen und so das empfindliche Gleichgewicht zwischen Körpern und Hohlräumen zu erhalten, das die Identität des Gebäudes ausmacht.
Ein entscheidender Moment während der Bauphase war die Entdeckung einer mit Fresken bemalten Apsis, die zu der alten Kapelle des Gebäudes gehörte und zuvor durch spätere Mauerwerke verdeckt war. Diese Entdeckung, die während des Abrisses der Überbauten gemacht wurde, erforderte eine sofortige Änderung des Entwurfs. Der wiederentdeckte Raum wurde in den architektonischen Gesamtablauf integriert, wodurch ein unerwartetes historisches Element zu einem aktiven Teil der Nutzererfahrung wurde. Diese Integration unterstreicht die wissenschaftliche Herangehensweise, bei der das historische Datum als dynamischer Bestandteil behandelt wird, der in einen Dialog mit der neuen Nutzung treten kann.
Was die materielle Restaurierung betrifft, so ist der Komplex der Via Mercalli ein Zeugnis des späten Jugendstils in Mailand. Die Intervention der Politecnica konzentrierte sich mit technischer Präzision auf die Wiederherstellung der ornamentalen Merkmale, mit besonderem Augenmerk auf die mit Graffiti verzierten Fassaden und Oberflächendetails. Die Arbeiten umfassten die Wiederherstellung der ursprünglichen Putze, Gravuren und Farben auf der Grundlage strenger stratigrafischer Analysen. Gleichzeitig wurde im Inneren des Gebäudes der historische Marmorfußboden wiederhergestellt und verlegt, während das monumentale Atrium in seiner ursprünglichen Materialqualität wiederhergestellt wurde, wobei die im Laufe der Zeit aufgetretenen Abnutzungserscheinungen beseitigt wurden.
Neben dem denkmalpflegerischen Aspekt war das Projekt auch mit erheblichen baulichen und technischen Herausforderungen verbunden. Die statische Anpassung und die Verbesserung der Leistungsfähigkeit des Gebäudes wurden durch gezielte und minimalinvasive Eingriffe angestrebt, die darauf abzielten, die Wahrnehmung der historischen Räume nicht zu verändern und gleichzeitig die höchsten Sicherheitsstandards zu gewährleisten. Die Neuordnung der vertikalen Flüsse und horizontalen Wege hat die Zugänglichkeit und Lesbarkeit der Räume radikal verbessert. Die Verwaltungsbüros und die Unterrichtsräume wurden so verteilt, dass sie in integrierter Weise funktionieren, mit großen Unterstützungsbereichen. Die Studenten, die den Campus von der Seite her betreten, finden nun eine Umgebung vor, die von räumlicher Kontinuität geprägt ist und in der die Abfolge der Räume die Interaktion und das soziale Miteinander fördern soll. Auch die Außenhöfe, die zu Gemeinschaftsräumen umgestaltet wurden, tragen zu dieser neuen kollektiven Dimension des Gebäudes bei.
Ein wesentliches Kapitel der Intervention betrifft die ökologische Nachhaltigkeit. Der Palazzo Mercalli befindet sich derzeit im Prozess zur Erlangung der LEED® Gold-Zertifizierung. Dieser Weg bescheinigt eine auf Energieeffizienz, verantwortungsvollen Umgang mit den Wasserressourcen und Luftqualität in Innenräumen ausgerichtete Planung. Die Integration solch fortschrittlicher Leistungskriterien in ein denkmalgeschütztes historisches Gebäude ist ein technisches Beispiel für eine nachhaltige Stadterneuerung, das zeigt, wie ein bestehendes Kulturerbe an die modernsten ökologischen Anforderungen angepasst werden kann, ohne seinen Zeugniswert zu verlieren. Das Endergebnis ist ein Gebäudeorganismus, der unter Beibehaltung seiner Identität aus dem 20. Jahrhundert die aktuellen Vorschriften in Bezug auf Komfort und Energieeinsparung vollständig erfüllt.
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| Mailand, die Restaurierung des Palazzo Mercalli, des neuen Sitzes der Universität von Mailand, ist abgeschlossen |
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