Es mag der krasse Gegensatz zur Betriebsamkeit bei Tageslicht sein, aber erst in der Dämmerung gewinnt Venedig einen unvergleichlichen Charme. Vielleicht das wahre, einzigartige Kunstwerk einer jeden Biennale. Abends durch die calle und campi zu schlendern, ist wie ein tiefes Durchatmen nach einem atemlosen Erlebnis. Logisch also, dass jeder, der sensibel für den Wechsel von Licht und Dunkelheit ist, die Pracht des Markusplatzes bei anderen Lichtverhältnissen als tagsüber erleben möchte.
Und genau dann wird man Opfer einer unerwarteten Überraschung. Wenn man am Fuße des Uhrenturms vorbeikommt und vor dem Markusdom steht, fallen einem die bunten geometrischen Figuren auf, die auf die Fassade des Dogenpalastes projiziert werden und dessen gotischen Charme verdecken. Es ist ein Anblick, den man nicht erwartet, aufdringlich, unmotiviert, offen gesagt störend, unnötig. Fast schon beleidigend, weil er das Reale verzerrt, das seit Jahrhunderten bewundert wird.
Bei näherer Betrachtung ist es eine doppelte Überraschung, denn abgesehen davon, dass man Zeuge eines Spektakels wird, von dem nicht einmal Las Vegas träumen würde, ist es auch ärgerlich, die Fassade des Herzogspalastes nicht in ihrem natürlichen Zustand sehen zu können.
Und damit nicht genug: Während wir auf unseren Smartphones nach Erklärungen für eine solche Initiative suchen (die wir nicht finden), wird sogar der Campanile di San Marco im Handumdrehen zur Leinwand für Projektionen von zweifelhaftem Geschmack. Als hätte man einen gestreiften Pyjama an. Jeder weitere Kommentar scheint überflüssig.
Der Autor dieses Artikels: Marco Ferri
Marco Ferri (Firenze, 1958) è giornalista professionista e fin dall'inizio della sua carriera si occupa di cultura. Laureato in storia contemporanea, ha lavorato per diversi giornali, poi dal 2012 al 2016 è stato responsabile della comunicazione della Galleria degli Uffizi e del Polo Museale Fiorentino, nel 2018 e nel 2019 ha ricoperto l'incarico per la Fondazione Franco Zeffirelli onlus di Firenze, e dal 2022 è responsabile comunicazione della Galleria Nazionale delle Marche di Urbino. Attualmente collabora anche con National Geographic e Il Fatto Quotidiano. Nel 2008 ha fondato la rivista scientifica “Medicea. Rivista interdisciplinare di studi medicei”, di cui è direttore. Ha inoltre curato diverse mostre, tra cui “Una volta nella vita. Tesori dagli archivi e dalle biblioteche di Firenze” (2014, Palazzo Pitti).Achtung: Die Übersetzung des italienischen Originalartikels ins Deutsche wurde mit Hilfe automatischer Tools erstellt. Wir verpflichten uns, alle Artikel zu überprüfen, aber wir garantieren nicht die völlige Abwesenheit von Ungenauigkeiten in der Übersetzung aufgrund des Programms. Sie können das Original finden, indem Sie auf die ITA-Schaltfläche klicken. Wenn Sie einen Fehler finden, kontaktieren Sie uns bitte.