Vom 18. Juli bis zum 3. August 2026 kehrt „Tagli“ nach Stromboli zurück – mit der siebten Ausgabe des 2021 ins Leben gerufenen Künstlerresidenzprogramms, das auf der sizilianischen Insel und in Mailand stattfindet. Das von Alvise und Ilaria Baia Curioni ins Leben gerufene Projekt empfängt Künstler, die in verschiedenen Bereichen der zeitgenössischen Kunst tätig sind, von der bildenden Kunst bis zur Musik, von der Performance bis zur Poesie, vom Video über die Fotografie bis hin zum Tanz.
Im Mittelpunkt des Aufenthalts steht ein Zeitraum von etwa zweieinhalb Wochen, in dem die Künstler auf der Insel leben und arbeiten und dabei Wohn- und Arbeitsräume gemeinsam nutzen. Seit 2021 hat Tagli 40 Projekte beherbergt, die im Rahmen einer internationalen Ausschreibung ausgewählt wurden, auf die in den letzten fünf Jahren rund 1.000 Bewerbungen eingegangen sind.
Für die Ausgabe 2026 wurden Caterina De Nicola, Eugénie Didier, Lilian Mikorey, Matilde Cerruti Quara, Mirjam Loibl und Constantin John, Tommaso Santambrogio sowie Witt Fetter ausgewählt. Die Residenz endet am 2. August mit dem „Open House“, bei dem die Öffentlichkeit Zugang zu den von den Künstler*innen bewohnten Räumen erhält, diese treffen und die Ergebnisse ihrer Forschungen kennenlernen kann. Das Haus wird so zu einem offenen Atelier, während sich der Garten in einen Workshop-Raum verwandelt, dessen Gestaltung sich je nach den entwickelten Projekten verändert.
Caterina De Nicola, eine 1991 in Ortona geborene und in Zürich lebende multidisziplinäre Künstlerin, arbeitet in den Bereichen Installation, Performance, Klang und objektbezogene Praktiken und untersucht dabei die Verbreitung kultureller Formen sowie die Wiederverwendung von Bildern, Symbolen und Materialien in zeitgenössischen Systemen.
Eugénie Didier, 2000 in Compiègne geboren und in Paris tätig, studierte an den Beaux-Arts de Nantes und den Beaux-Arts de Paris, wo sie 2025 ihr Studium im Atelier von Tim Eitel abschloss.
Lilian Mikorey, Musikerin und bildende Künstlerin mit Wohnsitz in München, entwickelt eine Forschungsarbeit, die auf mythischer Erzählung, Feldaufnahmen und dem Sammeln von Objekten basiert und klangliche sowie visuelle Elemente mittels DIY-Aufnahmetechniken miteinander verbindet.
Matilde Cerruti Quara, Künstlerin, Dichterin, Schriftstellerin und Performerin, arbeitet mit Wort, Schrift, Skulptur, Installation und bewegtem Bild und erforscht dabei die Beziehung zwischen Sprache, metaphysischer Dimension und Erzählung. Im Jahr 2026 gründete sie zudem „Manifestazioni Magiche“, ein von Künstlern geführtes Catering-Projekt, das Lebensmittel als künstlerisches Material nutzt.
Das Duo Mirjam Loibl und Constantin John, beide in Berlin ansässig, entstand aus einer Begegnung im Theater- und Performancebereich: Die erste ist Regisseurin mit einer Ausbildung in Sozialanthropologie, der zweite Musiker, Sounddesigner, Dramaturg und Performer. Ihre Inszenierung „Woyzeck | Marie“ wurde unter die Finalisten des Berliner Theatertreffens 2024 gewählt.
Tommaso Santambrogio, Filmregisseur und bildender Künstler, konzentriert seine Arbeit auf die Themen Identität, Trennung und Erinnerung, wobei er den Hinterlassenschaften des Kolonialismus und den Praktiken des mündlichen Erzählens besondere Aufmerksamkeit schenkt.
Witt Fetter, eine 1994 in Los Angeles geborene und in New York lebende Künstlerin, schafft Gemälde, die von Populärkultur, Geschichte und ihren eigenen Erfahrungen inspiriert sind, und verarbeitet vertraute Bilder durch Farbe und Komposition neu.
„Tagli“ wurde mit dem Ziel ins Leben gerufen, zeitgenössische künstlerische Forschung durch einen Austausch zwischen lokaler Dimension und internationaler Szene zu fördern. Die Residenz konzentriert sich auf den kreativen Prozess, die Erkundung der Insel und die Möglichkeit, durch Workshops, Begegnungen und Dialoge mit der Gemeinschaft neue Praktiken zu entwickeln.
Im Laufe der Jahre hat das Projekt Künstler aus verschiedenen Bereichen einbezogen, darunter: Francesco Ameglio (Musik) – Oliviero Biagetti (bildende Kunst) – Martina Bruni (bildende Kunst) – Maria Luce Cacciaguerra (Poesie) – Emanuele Caprioli (bildender Künstler) – Mari Combi (Performance) – Cult Of Magic (Musik, Performance) – Giuli Dal Lago (Performance) – Maite De Orbe (Fotografie) – Eugenia Del Bue (Poesie, Performance) – Sorelle Di Damiano (Performance, Tanz, Musik) – Mariangela di Santo (Performance) – Carmine Dipace (Performance) – Caterina Dufì (Performance, Lyrik, Musik) – Pietro Fachini (bildende Kunst) – Eugenia Fera (Musik) – Figli Di Marla (Performance) – Valentina Furian (bildende Kunst) – Giacomo Graziosi (Performance) – Pietro Lazzaris (Fotografie) – Sara Loreni (Musik) – Elisa Melodia (Performance) – Antonio Morra (Video) – Orchestra Futuro (bildende Kunst, Musik, Performance) – Ludovico Orombelli (bildende Kunst) – James Oscar (Poesie) – Giuseppe Palmisano (bildende Kunst, Fotografie) – Matteo Pavesi (Musik) – Nicholas Remondino (Musik) – Giovanna Repetto (bildende Kunst) – Daniel Rineer (Fotografie) – Lorenzo Saini (Musik) – Aurora Saita (Fotografie) – Matilde Sambo (bildende Kunst) – Adelisa Selimbasic (bildende Kunst) – Davide Sgambaro (bildende Kunst) – Alessandro Simonini (bildende Kunst) – Luca Staccioli (bildende Kunst) – Davide Stucchi (bildende Kunst) – Silvia Tofani (Musik) – Jacopo Valentini (Fotografie) – Flaminia Veronesi (bildende Kunst) – Zhiyu Xihao (bildende Kunst).
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| Künstlerresidenzen auf Stromboli: Mit „Tagli“ kommen acht neue Projekte auf die Insel |
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