In der kulturellen Szene Venetiens entsteht ein neuer Raum, der derzeitgenössischen Kunst gewidmet ist. Am 9. Mai 2026 eröffnet Ca’ Riviera, ein unabhängiges Projekt, das von Leonardo Tiezzi und Riccardo Corò gegründet wurde, mit dem Ziel, einen Ort des Dialogs zwischen Kunst, Design und zeitgenössischen ästhetischen Sprachen zu schaffen. Das neue Kulturzentrum befindet sich in Mira an der Riviera del Brenta und ist Teil des internationalen Kalenders der Biennale von Venedig, wobei es sich als ganzjährige Einrichtung präsentiert.
Der Name Ca’ Riviera erinnert an die lokale Tradition und Geschichte der Gegend. Ca“, das venezianische Wort für ”Haus“, erinnert an die adeligen Residenzen der Serenissima, während sich ”Riviera" auf die Flusslandschaft bezieht, die das Gebiet prägt. Das Projekt ist in zwei historischen Villen aus dem 16. Jahrhundert untergebracht, die in einen Ausstellungs- und Wohnbereich umgewandelt wurden, der in der Lage ist, internationale Künstler, Galerien und Institutionen zu beherbergen, mit einem Programm, das Ausstellungen, Installationen und Residenzen umfasst. Die Einweihung ist der Gruppenausstellung The Shape of the Self / La forma del Sé anvertraut , die in Zusammenarbeit mit Cassina Projects realisiert wurde. Das Ausstellungsprojekt bringt Künstler verschiedener Generationen und Hintergründe zusammen, darunter Leonor Fini, Cecilia Granara, Yves Scherer, Chiara Capellini und Sedef Gali, die sich mit dem Thema der persönlichen Identität und ihrer ständigen Neudefinition befassen. Die Ausstellung stellt eine Verbindung zwischen der Avantgarde des 20. Jahrhunderts und zeitgenössischen Praktiken her und zeigt, wie sich das Konzept des Selbst ständig wandelt. In den Werken von Leonor Fini, einer zentralen Figur des Surrealismus, wird die Untersuchung der Identität in eine Darstellung des Unbewussten übersetzt, in der die autobiografische Dimension zu einem Instrument der Befragung der weiblichen und künstlerischen Verfassung wird. Cecilia Granara erweitert diese Überlegungen durch eine Malerei, die sich spirituellen und kollektiven Dimensionen öffnet, während Yves Scherer die Grenze zwischen Realität und Fiktion analysiert und sich mit der Rolle der Medien und der Unterhaltungskultur bei der Konstruktion zeitgenössischer Bilder beschäftigt.
Im Ausstellungsraum sind auch Werke von Chiara Capellini und Sedef Gali zu sehen, die einen Dialog auf der Grundlage unterschiedlicher, aber komplementärer Ansätze führen. Capellinis Installationen untersuchen das Konzept der Leere als ein Feld von Möglichkeiten, das mit Architektur und Licht interagiert, während Galis Gemälde auf Organza eine schwebende und immaterielle Dimension einführen, in der sich Farbe und Geste in durchscheinenden Schichten auflösen. Gemeinsam tragen die beiden Künstler dazu bei, eine kuratorische Linie zu definieren, die auf Experimente und die Konfrontation verschiedener Sensibilitäten ausgerichtet ist.
Mit dieser ersten Ausstellung präsentiert sich Ca’ Riviera als ein Raum, der über die Zeitlichkeit der mit der Biennale verbundenen Veranstaltungen hinausgehen will, indem er ein kontinuierliches Programm und eine Vision vorschlägt, die das historische Erbe und die zeitgenössische Forschung integriert. Erklärtes Ziel ist es, dauerhafte Beziehungen zwischen Künstlern, dem Publikum und den Institutionen aufzubauen, und zwar in einem Kontext, der den Dialog zwischen der lokalen Dimension und der internationalen Perspektive fördert.
Das Projekt ist aus dem Zusammentreffen sich ergänzender Kompetenzen entstanden. Riccardo Corò, der aus der Welt des Designs kommt und mit der Geschichte der Villen, die das Zentrum beherbergen, verbunden ist, hat einen Weg zwischen Produktdesign und ortsspezifischen Installationen entwickelt. Leonardo Tiezzi, der im Bereich der kreativen Leitung und Kommunikation in der Mode- und Luxusbranche tätig ist, bringt fundierte Erfahrungen im Aufbau von Beziehungen zwischen Kunst, Marke und Gemeinschaft mit. Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Gründern resultiert in einer gemeinsamen Vision, die darauf abzielt, Kunst, Design und Kultur in einem multidisziplinären Kontext zu verbinden.
Neben dem Ausstellungsprogramm sieht Ca’ Riviera für August 2026 auch die Einrichtung einer Sommer-Kunstresidenz vor, die dazu beitragen soll, die Rolle des Zentrums als Plattform für Produktion und Forschung zu stärken. Auf diese Weise wird der Raum nicht nur als Ausstellungsort, sondern auch als aktives Laboratorium konfiguriert, das in der Lage ist, neue Praktiken hervorzubringen und die Konfrontation zwischen Künstlern und der Gemeinschaft zu fördern.
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| Ca' Riviera wird geboren, ein neues Zentrum für zeitgenössische Kunst an der Riviera del Brenta |
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