Die Fondation Beyeler in Basel zeigt die erste grosse Einzelausstellung in der Schweiz, die Pierre Huyghe, einem der innovativsten Künstler der internationalen zeitgenössischen Szene, gewidmet ist. Die Ausstellung, die speziell für die Räumlichkeiten des Museums konzipiert wurde, vereint neue Produktionen, aktuelle Filme und einige Schlüsselwerke der letzten Jahre, um einen vollständigen Einblick in die Forschung des französischen Künstlers zu geben. Die Ausstellung, die vom 24. Mai bis zum 13. September 2026 zu besichtigen ist, wird von Mouna Mekouar und Anne Stenne kuratiert, Charlotte Sarrazin und Paola Ravagni leiten das Projekt.
Der Künstler, der bereits an wichtigen internationalen Veranstaltungen wie der Documenta 13 und den Skulptur Projekten Münster teilgenommen hat, versteht seine Ausstellungen als “spekulative Fiktionen”, Welten, in denen Technologie, lebende Organismen und unbelebte Materie nebeneinander existieren und sich ständig verändern. Seine Werke sind “dynamische Situationen”, die durch Zeit, Unvorhersehbarkeit und Interaktion mit der Umwelt geprägt sind.
In der Fondation Beyeler nimmt die Ausstellung die Form einer immersiven, ortsspezifischen Erfahrung an. Werke und Räume verflechten sich in einer schwebenden und mehrdeutigen Dimension, in der bewegte Bilder, Klänge, Lebewesen, Objekte und maschinelle Lernsysteme in einem instabilen Gleichgewicht koexistieren. Den Rhythmus der gesamten Ausstellung gibt Apnea (2026) vor, eine Art künstliches, in Wasser getauchtes Organ, das im menschlichen Rhythmus atmet und dabei Klangschwingungen und wahrnehmbare Bewegungen im Ausstellungsraum verbreitet.
Das Thema der Atmung kehrt auch in Alchimia (2026) wieder, einer Installation, in der ein Wurm, der als Urgestalt des menschlichen Unbewussten gedacht ist, Töne und Schwingungen aussendet, die die umgebende Materie zu durchdringen scheinen. In beiden Werken wird der Atem zu einem physischen und symbolischen Element, das in der Lage ist, die sensorische Erfahrung des Besuchers zu gestalten und eine Konfrontation mit dem Unbekannten zu eröffnen.
Diese Atmosphäre wird in Liminals (2025), Huyghes neuestem Film, der als eine Art zeitgenössischer Mythos konzipiert ist, noch verstärkt. Der Film folgt einer gesichtslosen humanoiden Figur, die aus wechselnden Zuständen auftaucht und versucht, in einer Dimension außerhalb von Zeit und Raum zu existieren. Die Künstlerin beschreibt dieses Universum als einen “Schwellenzustand”, in dem Realität, Imagination und Transformation gleichzeitig existieren. Die Grenzen zwischen Körper, Umgebung und Wahrnehmung lösen sich auf und lassen Raum für vielfältige Möglichkeiten der Existenz.
Zur Ausstellung gehört auch Adversary (2026), ein großes geschlossenes Tor, das als symbolische Schwelle zwischen dem, was sichtbar ist, und dem, was verborgen bleibt, fungiert. Das Werk präsentiert sich gleichzeitig als mentales Bild und als Zugang zu einem möglichen Anderswo. In Camata (2024) hingegen scheint eine Gruppe von Maschinen ein geheimnisvolles Ritual um ein in der chilenischen Atacama-Wüste gefundenes Skelett zu inszenieren. Der Film wird dank der im Raum installierten Sensoren in Echtzeit immer wieder neu geschnitten, was zu einer sich ständig verändernden Erzählung führt.
Auch die Ausstellungsumgebung wird zu einem integralen Bestandteil des Werks. In Keeper of Time (2026) akkumulieren sich Materie- und Farbschichten auf Oberflächen, während sich Dust of Light (2026) in Form von farbigem Staub, Lichtspielen und Projektionen im Raum ausbreitet, die Licht und Zeit in greifbare Elemente verwandeln.
In Huyghes Werk hören die Arbeiten auf, isolierte Einheiten zu sein, und werden zu offenen Organismen, die in ständiger Beziehung zueinander stehen. Bilder, Klänge, Bewegungen und Präsenzen verflechten sich und erzeugen immer neue Erzählungen. Die Ausstellung in der Fondation Beyeler will das Publikum einladen, eine wahre “Seelenlandschaft” zu betreten, ein Universum aus sich überlagernden Zeitlichkeiten, Stimmen und sich verändernden Wahrnehmungszuständen. Pierre Huyghe setzt seine Überlegungen zu den Grenzen zwischen Realität und Fiktion, Mensch und Künstlichkeit, Lebendigem und Nicht-Lebendigem fort und geht dabei sowohl sinnlich als auch introspektiv vor. Seine Werke eröffnen die Möglichkeit, sich neue Dimensionen der Realität und neue Arten der Weltwahrnehmung vorzustellen.
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| Die Fondation Beyeler zeigt die erste grosse Einzelausstellung in der Schweiz, die Pierre Huyghe gewidmet ist |
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