In der Biblioteca Teresiana in Mantua findet vom 27. Juni bis zum 19. September 2026 die erste Einzelausstellung von Giorgio Milani ( Piacenza, 1946) in der Stadt unter dem Titel „Babele“ statt. Die Eröffnung ist für den 26. Juni um 18 Uhr vorgesehen. Die Ausstellung wird von der Stadt Mantua und der Biblioteca Teresiana gefördert und von Francesca Ferrari, Massimo Ferrari und Claudia Tinazzi kuratiert. Der Ausstellungsparcours vereint 70 Werke, darunter Gemälde und Skulpturen, die zu den repräsentativsten Zyklen des Künstlers gehören, darunter „Torri di Gutenberg“, „Babeli“, „Poetari “ und „Sindoni“.
Die Ausstellung bietet eine Interpretation von Milanis künstlerischem Schaffen in einem Kontext, der Skulptur, Grafik und konzeptuelle Reflexion miteinander verknüpft. Das Werk des Künstlers entfaltet sich durch eine Schichtung von Zeichen, Buchstaben sowie realen und imaginären Alphabeten, die als komplexe visuelle Systeme aufgebaut sind und mit Gedächtnisarchiven vergleichbar sind. In dieser Perspektive erhält der Verweis auf Babel eine interpretative Bedeutung, die mit der Vielfalt der Sprachen und Kulturen sowie mit der Komplexität zeitgenössischer Kommunikationsprozesse verbunden ist. Das Ausstellungsprojekt stellt diese thematischen Kerne in Beziehung zur historischen Funktion der Bibliothek als Ort der Bewahrung und Weitergabe des geschriebenen Wissens. Die Wahl des Ausstellungsortes erfolgt im Rahmen der Biblioteca Teresiana in Mantua, die sich durch ein besonders bedeutendes historisches Erbe auszeichnet.
Die Ausstellung knüpft zudem an den städtischen Kulturkalender an, indem sie einen Dialog mit dem Europäischen Tag der jüdischen Kultur, der für den 6. September 2026 vorgesehen ist, sowie mit dem Festivaletteratura in Mantua, das vom 9. bis 13. September 2026 stattfindet, herstellt. Die Initiative fügt sich somit in ein Netzwerk von Veranstaltungen ein, die verschiedene künstlerische und literarische Ausdrucksformen einbeziehen. Die Ausstellung wird von Massimo Ferrari und Claudia Tinazzi gemeinsam mit Annalucia D’Erchia und Daniela Mori vom Politecnico di Milano, Standort Mantua, Abteilung ABC, kuratiert. Der von LetteraVentidue herausgegebene Katalog enthält Beiträge der Kuratoren und einen Aufsatz des Kunstkritikers Alberto Fiz sowie eine Auswahl von Texten, die dem Werk von Giorgio Milani gewidmet sind.
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| Giorgio Milani in Mantua: „Babele“ in der Biblioteca Teresiana mit 70 Werken |
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