In Parabita (Lecce) wird das Projekt „Parabita per il contemporaneo“ mit der zweiten Ausgabe von „Ipogea“ fortgesetzt, in deren Rahmen am 23. Juli 2026 das permanente Kunstwerk „L’uomo che cammina all’indietro“ von Rossella Biscotti eingeweiht wird. Die Initiative, die von der Gemeinde Parabita auf Anregung des Bürgermeisters Stefano Prete gefördert wird, wird von Carmelo Cipriani kuratiert und steht unter der künstlerischen Leitung von Giovanni Lamorgese. Sie wird im Rahmen einer Pressekonferenz um 11 Uhr im Ratssaal in der Via Luigi Ferrari 1 vorgestellt. Die Einweihung des Kunstwerks ist für 20 Uhr in der Via Bartolo Ravenna vorgesehen, in Anwesenheit der Regionalrätin für Kultur Silvia Miglietta, des Leiters der Denkmalschutzbehörde für Archäologie, Schönen Künste und Landschaft für die Provinzen Brindisi, Lecce und Taranto, Antonio Zunno, des Künstlers, des Kurators und des künstlerischen Leiters. Ab 21.15 Uhr finden Führungen durch die Ausstellungsbereiche „Votiva“ und „Ipogea“ statt.
Nach dem Projekt „Votiva“, das die Votivkapellen der Altstadt in ein Freilichtmuseum verwandelt hat, richtet „Ipogea“ den Fokus auf das unterirdische Kulturerbe der Stadt mit ortsspezifischen Interventionen, die der Aufwertung der in den Fels gehauenen Höhlen und der antiken unterirdischen Ölmühlen gewidmet sind. Das Projekt bietet eine Neuinterpretation der Beziehung zwischen Erinnerung, Landschaft und zeitgenössischer Kunst und erkennt im Stein ein symbolisches Element, das Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbinden kann.
Die zweite Ausgabe folgt auf den Start des Programms, das im vergangenen Jahr mit „La Grotta“ von Francesco Arena eröffnet wurde – einer permanenten Installation, die an der Stelle einer alten unterirdischen Ölmühle realisiert und als Verweis auf die ersten menschlichen Siedlungen und die Steinbearbeitung konzipiert wurde.
Für die neue Installation hat Rossella Biscotti einen alten Mühlstein gewählt, der am Anfang der Via Bartolo Ravenna steht, jener Straße, von der aus „Votiva“ seinen Anfang nahm. Das Objekt wird als Rad neu interpretiert, als Symbol für eine der ersten technologischen Errungenschaften des Menschen, aber auch als Element, das eine umgekehrte Bewegung suggeriert. Auf der Oberfläche des Mühlsteins bilden Messingbuchstaben, die spiralförmig angeordnet sind, den Satz „Der Mensch, der rückwärts geht“. Die Leserichtung verläuft entgegen der Drehrichtung des Objekts und erzeugt so eine Spannung zwischen Form und Bedeutung, die den Mühlstein in eine Reflexion über Zeit, Geschichte und das Verhältnis zwischen Vorwärtsgang und Rückwärtsgang verwandelt.
„Parabita per il contemporaneo entspringt einer politischen und kulturellen Vision, die in die Zukunft blickt, ohne dabei aufzuhören, die Vergangenheit zu hinterfragen“, sagt Stefano Prete, Bürgermeister von Parabita. „Wir möchten, dass unsere Stadt nicht nur in materieller, sondern auch in symbolischer Hinsicht immer fruchtbarer wird. Die Kunst ist in diesem Prozess ein Instrument der Erneuerung: Sie weckt das Staunen, verleiht dem Denken wieder Tiefe und belebt die Verbindungen zwischen Menschen, Orten und Generationen.“
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| In Parabita (Lecce) eröffnet ein neues Werk von Rossella Biscotti die zweite Ausgabe von „Ipogea“ |
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