Der amerikanische Künstler Jordan Wolfson unterzeichnet die Frühjahr-Sommer-Kampagne 2026 von Prada


Der amerikanische Künstler Jordan Wolfson interpretiert die Prada-Kampagne für Frühjahr/Sommer 2026 neu und verwandelt Sprache, Struktur und Erzählung in ein Projekt mit verstörenden Charakteren, das von multiplen Identitäten spricht.

Die neue Kampagne von Prada für die Frühjahr/Sommer-Kollektion 2026 ist ein Projekt, das die traditionellen Grenzen der Modekommunikation sprengt. Der amerikanische Künstler Jordan Wolfson (New York, 1980) wurde mit der Aufgabe betraut, Sprache, Struktur und Dauer der Erzählung neu zu definieren. Das Ergebnis ist eine Operation, die nicht nur die visuelle Ästhetik der Marke neu definiert, sondern auch die Art und Weise, wie eine Kampagne konzipiert und genossen werden kann. Wolfson greift auf bereits definierte Elemente zurück, indem er die ursprüngliche Besetzung mit John Glacier, Levon Hawke, Nicholas Hoult, Damson Idris, Carey Mulligan, Hunter Schafer und Liu Wen beibehält, sie aber durch eine erkennbare Autorenlinse transformiert. Die Figuren werden überarbeitet und in ein visuelles System eingefügt, das ihre Wahrnehmung verändert und eine Vielzahl von Bedeutungen erzeugt, die der fließenden und vielschichtigen Identität der Marke entsprechen.

Die Intervention des Künstlers ist Teil seiner Forschungen, die seit jeher auf die Erforschung der zeitgenössischen Kultur und der visuellen Sättigung, die die heutige Gesellschaft kennzeichnet, ausgerichtet sind. In seinen Werken untersucht er die Beziehung zwischen Bildern, Technologie und Wahrnehmung und hinterfragt, wie diese die Konstruktion von Identität und Realität beeinflussen . In dieser Kampagne werden diese Elemente in eine Reihe beunruhigender Charaktere übersetzt, die großen Vögeln ähneln, namenlose Kreaturen mit einem traumähnlichen Charakter, die durch komplexe visuelle Codes definiert sind und in ständigem Dialog mit menschlichen Protagonisten stehen.

Die Präsenz dieser Wesen führt eine erzählerische Dimension ein , die zwischen dem Realen und dem Imaginären oszilliert und ein visuelles Universum greifbar macht, das die Grenzen der traditionellen Modefotografie überschreitet. Die statischen Bilder fungieren als Vorwegnahme eines größeren Projekts, das in einem Video gipfelt, das den konzeptionellen Kern der gesamten Operation darstellt.

In dem Film sprechen Schauspieler, Künstler und Models ein fragmentiertes Mantra: “Ich, ich, ich bin...”. Der Satz, der absichtlich unvollendet bleibt, ist sowohl eine Identitätserklärung als auch eine offene Provokation. Das Fehlen eines definitiven Schlusses wird zu einem erzählerischen Mittel, das den Betrachter dazu einlädt, die Bedeutung der Identität und ihre ständige Neudefinition zu hinterfragen.

Diese semantische Aussetzung soll eine Vielzahl möglicher Interpretationen widerspiegeln und eine Vision von Prada als pluralistischem Unternehmen suggerieren, das in der Lage ist, eine Vielzahl von Subjektivitäten willkommen zu heißen und zu repräsentieren. In diesem Sinne bewegt sich die Kampagne weg von einer linearen Erzählung hin zu einer offenen Struktur, in der jedes Element dazu beiträgt, ein sich entwickelndes System von Bedeutungen aufzubauen.

Jordan Wolfson für Prada. Foto: Oliver Hadlee Pearch
Jordan Wolfson für Prada. Foto: Oliver Hadlee Pearch
Jordan Wolfson für Prada. Foto: Oliver Hadlee Pearch
Jordan Wolfson für Prada. Foto: Oliver Hadlee Pearch
Jordan Wolfson für Prada. Foto: Oliver Hadlee Pearch
Jordan Wolfson für Prada. Foto: Oliver Hadlee Pearch
Jordan Wolfson für Prada. Foto: Oliver Hadlee Pearch
Jordan Wolfson für Prada. Foto: Oliver Hadlee Pearch
Jordan Wolfson für Prada. Foto: Oliver Hadlee Pearch
Jordan Wolfson für Prada. Foto: Oliver Hadlee Pearch

Auch der Einsatz von Video nimmt in Wolfsons künstlerischem Werdegang einen besonderen Stellenwert ein. Nach seinen Anfängen in der Videokunst ist dies das erste Mal, dass der Künstler seit Riverboat Song (2017-2018) wieder mit diesem Medium arbeitet, was eine bedeutende Rückkehr zu einer für seine Forschung zentralen Ausdrucksform darstellt. Im Prada-Kontext soll das Video nicht einfach nur ein Medium sein, sondern wird zu einem integralen Bestandteil einer umfassenderen Reflexion über die Rolle der Bilder in der heutigen Welt.

Die kreative Leitung des Projekts liegt in den Händen von Miuccia Prada und Raf Simons. Die Kampagne ist Teil eines Weges, auf dem Prada neue Wege der Kommunikation erforscht, oft durch die Zusammenarbeit mit Künstlern aus verschiedenen Bereichen. Die kreative Leitung der Kampagne liegt bei Ferdinando Verderi, der dazu beiträgt, ein Projekt zu inszenieren, bei dem Mode, zeitgenössische Kunst und visuelles Storytelling immer stärker miteinander verwoben werden.

Die Frühjahr/Sommer-Kampagne 2026 hat die Form eines Experiments, das die Konventionen der Werbesprache in Frage stellt und eine Vision vorschlägt, in der Identität, Bild und Erzählung in einem offenen und sich ständig verändernden System zusammenkommen. Die Aussage “Ich, ich, ich bin...” bleibt natürlich in der Schwebe, aber gerade in dieser Unvollständigkeit könnte man sagen, dass sie ihre Stärke findet und sich in einen Raum der Möglichkeiten verwandelt, der die Komplexität der Gegenwart und die vielfältigen Formen widerspiegelt, durch die unsere Zeit interpretiert werden kann.

Der amerikanische Künstler Jordan Wolfson unterzeichnet die Frühjahr-Sommer-Kampagne 2026 von Prada
Der amerikanische Künstler Jordan Wolfson unterzeichnet die Frühjahr-Sommer-Kampagne 2026 von Prada



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