Heute Vormittag fand im Rahmen der vonder „Opera della Metropolitana di Siena“ geförderten Maßnahmen zur Restaurierung, Sicherung und Aufwertung ein offizieller Besuch auf der Baustelledes Oratoriums der Heiligen Giovannino und Gennaro in der Via dei Fusari in Siena statt. Die Besichtigung wurde vom Rektor der Einrichtung, Carlo Rossi, in Anwesenheit einer Delegation von Vertretern städtischer Institutionen geleitet, um über den aktuellen Stand der Arbeiten zu informieren.
Das Projekt, das 2023 genehmigt und im Januar 2024 operativ in Angriff genommen wurde, stellt eine der bedeutendsten Sanierungsmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Denkmalkomplex des Doms von Siena dar. Im Laufe der Arbeiten kamen historische Zeugnisse von besonderer Bedeutung zum Vorschein, darunter antike Einfachfenster des Baptisteriums und Fresken aus dem 14. Jahrhundert – Elemente, die dazu beitragen, die stratigraphische Interpretation des Bereichs neu zu definieren.
Die Maßnahme sieht zudem die Verbindung zwischen der Krypta und dem Baptisterium vor, und zwar durch die Sanierung von zwei Ebenen unterhalb des linken westlichen Querschiffs und des Bereichs der Krypta selbst. Diese Lösung ermöglicht die Schaffung eines neuen Ausstellungsparcours von etwa 900 Quadratmetern, der einen bisher unbekannten Blick auf die Westseite der Kathedrale von Siena bieten soll, die heute teilweise durch Bauwerke aus dem 16. Jahrhundert verdeckt ist.
Das Projekt umfasst zudem die Aufwertung der alten Einfachfenster, die die Westseite des Doms beleuchteten, sowie die Schaffung neuer vertikaler Verbindungen, darunter eine Treppe und ein Aufzug mit Zugang von der Via dei Fusari, die der öffentlichen Nutzung der wiederhergestellten Räume dienen sollen. Der heutige Besuch ermöglichte es, den Stand der Arbeiten zu überprüfen und die Zukunftsperspektiven des Projekts zu skizzieren, das in den kommenden Jahren das kulturelle Angebot der Stadt bereichern und zum Verständnis der architektonischen Entwicklung des Domkomplexes von Siena beitragen soll.
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| Dom von Siena: Auf der Baustelle von San Giovannino kommen Fresken und mittelalterliche Einfachfenster wieder zum Vorschein |
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