Zum ersten Mal seit fast siebenhundert Jahren werden die drei erhaltenen Teile des Markusevangeliums, eines der bedeutendsten Handschriften des mittelalterlichen Europas, an einem Ort vereint sein: in Aquileia, der Stadt, die es lange Zeit bewahrt hat. Vom 12. September 2026 bis zum 25. April 2027 wird im Palazzo Meizlik die Ausstellung „DAS MARKUSEVANGELIUM. Sieben Jahrhunderte. Drei Fragmente.“ Eine europäische Geschichte“, die von der Fondazione Aquileia mit Unterstützung des Kulturministeriums und der Region Friaul-Julisch Venetien gefördert und organisiert wird.
Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung von Aquileia, der Basilika von Aquileia, dem Nationalen Archäologischen Museum von Cividale del Friuli, das dem Historischen Museum und dem Schlosspark von Miramare angegliedert ist – Regionaldirektion der Nationalmuseen von Friaul-Julisch Venetien, der Markusdom in Venedig, dem Metropolitankapitel von St. Veit in Prag, dem Archiv der Prager Burg bei der Kanzlei der Präsidentschaft der Tschechischen Republik sowie der Erzdiözese Prag.
Die Wiedervereinigung der drei Fragmente ist das Ergebnis eines komplexen Prozesses der Kulturdiplomatie, der von der Fondazione Aquileia initiiert wurde. Eine Arbeit, die zivile, religiöse und museale Institutionen in Italien und Tschechien miteinander vernetzt und ein Projekt von großer wissenschaftlicher und symbolischer Bedeutung ins Leben gerufen hat. Von besonderer Bedeutung ist die Leihgabe des Fragments, das vom Metropolitankapitel St. Veit in Prag und im Domschatz aufbewahrt wird. Das kostbare Fragment, das als unteilbares Erbe des tschechischen Staates und Volkes gilt, wird zum ersten Mal das Gebiet der Tschechischen Republik verlassen, um in Aquileia zusammen mit den beiden anderen Teilen ausgestellt zu werden.
Es ist kein Zufall, dass gerade Aquileia als Ort für diese Wiedervereinigung ausgewählt wurde. In der Spätantike war die Stadt als „Splendida Civitas“ bekannt, und im Frühmittelalter entwickelte sich das Patriarchat von Aquileia zur größten Diözese Europas. Dank ihrer Lage und ihres Einflusses war Aquileia jahrhundertelang ein wichtiger Knotenpunkt zwischen Rom, Byzanz, dem Heiligen Römischen Reich und der slawischen Welt und spielte dabei eine zentrale Rolle auf geistlicher, politischer und kultureller Ebene. Es ist diese besondere europäische Dimension der Stadt, die die Zusammenführung der drei Fragmente ermöglicht hat. Das Projekt bestätigt somit die Rolle von Aquileia, einer UNESCO-Stätte, als Schnittstelle von Beziehungen, die von der Vergangenheit bis in die Gegenwart hinein europäische Institutionen, Kulturen und Länder miteinander verbinden.
Das Markusevangelium ist nicht nur eine alte Handschrift, sondern stellt eines der bedeutendsten Zeugnisse der mittelalterlichen europäischen Kultur dar. Jahrhundertelang wurde es als Autograph des Evangelisten Markus verehrt, während historische Untersuchungen seine Entstehung heute auf das 6. Jahrhundert datieren. Das Evangelium wurde lange Zeit in Aquileia aufbewahrt, bevor es zerlegt wurde. Seine drei Teile schlugen daraufhin unterschiedliche Wege ein und begründeten damit eine fast sieben Jahrhunderte währende Geschichte.
Die Ausstellung im Palazzo Meizlik zeichnet genau diese Geschichte nach. Eine einzigartige Gelegenheit, nicht nur einen antiken Kodex wieder zusammenzusetzen, sondern auch ein grundlegendes Kapitel der europäischen Kulturgeschichte. Das Ausstellungsprojekt wird von einem Programm mit wissenschaftlichen und populärwissenschaftlichen Veranstaltungen begleitet. Die Ausstellung und der Veranstaltungskalender werden am Donnerstag, dem 10. September 2026, in Rom der italienischen und internationalen Presse vorgestellt.
![]() |
| Das Markusevangelium kehrt nach Aquileia zurück: Zum ersten Mal seit sieben Jahrhunderten sind die drei erhaltenen Fragmente wieder vereint |
Achtung: Die Übersetzung des italienischen Originalartikels ins Deutsche wurde mit Hilfe automatischer Tools erstellt. Wir verpflichten uns, alle Artikel zu überprüfen, aber wir garantieren nicht die völlige Abwesenheit von Ungenauigkeiten in der Übersetzung aufgrund des Programms. Sie können das Original finden, indem Sie auf die ITA-Schaltfläche klicken. Wenn Sie einen Fehler finden, kontaktieren Sie uns bitte.