Vom 10. Juni bis 25. Juli 2026 präsentiert die Galleria de’ Bonis in Reggio Emilia die Ausstellung Grand Tour. Neuinterpretation der Reise in der Kunst des 21. Jahrhunderts, ein Ausstellungsprojekt, das der Neuinterpretation der italienischen Landschaft durch die Malerei des 20. Die Eröffnung ist für Mittwoch, den 10. Juni um 18 Uhr geplant.
Die Ausstellung ist Teil des Jahresprogramms der Galerie, das für 2026 das Thema der Reise in seinen realen, metaphorischen und inneren Deklinationen entwickelt. In diesem Zusammenhang wird die Ausstellung Grand Tour. Die Neuinterpretation der Reise in der Kunst des 21. Jahrhunderts ein wissenschaftliches Projekt, das bereits anlässlich der 30. Ausgabe der MiArt, der internationalen Messe für moderne und zeitgenössische Kunst, an der die Galerie regelmäßig teilnimmt, vorgestellt wurde, aufgreifen und erweitern.
Die historische Referenz ist die Grand Tour zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert, die Bildungsreise, die die europäische Elite dazu brachte, Italien durch das Studium seiner Monumente, Städte und seines künstlerischen Erbes zu entdecken. Die Ausstellung schlägt eine zeitgenössische Umsetzung dieser Erfahrung vor, indem sie den Schwerpunkt von der didaktischen Dimension auf eine intimere und wahrnehmungsorientiertere Lektüre des Territoriums verlagert. Die Landschaft wird so zu einem aktiven Element der Identitätskonstruktion und des visuellen Gedächtnisses.
Die Ausstellung bringt einige der wichtigsten Protagonisten der italienischen Malerei des 20. Jahrhunderts zusammen, darunter Carlo Carrà, Bruno Cassinari, Giorgio de Chirico, Filippo de Pisis,Gianni Dova, Piero Gilardi, Renato Guttuso, Antonio Ligabue, Umberto Lilloni, Alberto Manfredi, Giuseppe Migneco, Zoran Music, Mario Schifano und Ardengo Soffici.
Im Mittelpunkt des Projekts steht das Konzept des genius loci, der als Geist des Ortes verstanden wird, der die künstlerische Wahrnehmung und Produktion beeinflusst. In dieser Perspektive wird die italienische Landschaft als ein kultureller und psychologischer Raum interpretiert. Die Werke in der Ausstellung geben eine emotionale Geografie wieder, in der die Toskana, Venetien, Emilia, Sizilien und andere Regionen zu internen narrativen Elementen in der Forschung der Künstler werden. Die Ausstellung betont die Erfahrungsdimension der Reise, die als ein Prozess der Beobachtung und der Transformation des Blicks verstanden wird. Der Besucher wird aufgefordert, sich mit einer Abfolge von Bildern auseinanderzusetzen, die auf ein geschichtetes italienisches Alltagsleben verweisen, in dem sich Erinnerung und Wahrnehmung nahtlos überschneiden.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag 10 - 13 Uhr und 16 - 19 Uhr, Donnerstag 10 - 13 Uhr
Eintritt frei
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| Die Grand Tour des 20. Jahrhunderts: eine Reise durch die italienische Kunst in Reggio Emilia |
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