Jannis Kounellis in Lugano: Die Malerei als Schlüssel zum Verständnis des Werks


Vom 20. September 2026 bis zum 17. Januar 2027 präsentiert die Sammlung Giancarlo und Danna Olgiati in Lugano eine Jannis Kounellis gewidmete Ausstellung, kuratiert von Vincenzo de Bellis, die eine Neuinterpretation des Künstlers vorschlägt, ausgehend von der Malerei als konzeptionelle Haltung und nicht als Technik, mit über 35 Werken von 1950 bis 2016.

Die Sammlung Giancarlo und Danna Olgiati in Lugano präsentiert vom 20. September 2026 bis zum 17. Januar 2027 die Ausstellung Jannis Kounellis. Io sono un pittore (Ich bin ein Maler), kuratiert von Vincenzo de Bellis, mit Eröffnung am 19. September um 18 Uhr. Das Ausstellungsprojekt schlägt eine Interpretation des Werks von Jannis Kounellis (Piräus, 1936 - Rom, 2017) vor, die die Malerei als zentralen Interpretationsschlüssel nimmt und über die üblichen Definitionen im Zusammenhang mit derArte Povera und der Installationspraxis hinausgeht. Der Weg basiert auf dem Satz “Ich bin ein Maler”, der in den Reflexionen des Künstlers immer wieder auftaucht und als Aussage über die Annäherung an die Realität verstanden wird.

Die Ausstellung versammelt über 35 Werke, die zwischen Ende der 1950er Jahre und 2016 entstanden sind, darunter auch bisher unveröffentlichte Arbeiten. Der in den Räumen der Olgiati Collection eingerichtete Ausstellungsparcours folgt keiner chronologischen Reihenfolge, sondern einer Struktur, die auf thematischen und visuellen Beziehungen basiert und als Netzwerk von Querverweisen zwischen Materie und Gewicht, Sprache und Zeichen, Erinnerung und Stille, Szene und ikonischem Bild aufgebaut ist. Durch diesen Ansatz verdeutlichen die Werke die Persistenz wiederkehrender poetischer Kerne in Kounellis’ Forschung, die die gesamte Spanne seines Schaffens durchziehen, ohne dass eine stilistische Kontinuität erkennbar wäre.

“Der griechische Begriff ζωγράφος - Maler: derjenige, der ’das Leben schreibt’ - hat das gesamte kuratorische Projekt geleitet”, erklärt Vincenzo de Bellis, Kurator der Ausstellung. "Kounellis hat nur wenige Jahre seines künstlerischen Schaffens auf der Leinwand im herkömmlichen Sinne gemalt, aber dann hat er sein ganzes Leben lang mit Eisen, mit Kohle, mit Feuer, mit Jutesäcken und dem Geruch von Kaffee gemalt. Er malte mit dem Raum, mit der Stille, mit der Erinnerung an eine mediterrane Zivilisation, die er bedroht sah. Doch bisher hatte noch keine Ausstellung die Malerei als Hauptinterpretationsobjekt seines Werks genutzt.

Jannis Kounellis
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Jannis Kounellis in Lugano: Die Malerei als Schlüssel zum Verständnis des Werks
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