Russland: 15 Jahre Gefängnis für Straßenkünstler, der aus Protest gegen den Krieg das Rathaus verunstaltet hat


Sehr harte Strafe für den Krim-Straßenkünstler Bogdan Ziza, der im vergangenen Jahr Farbdosen mit den Farben der Ukraine und zwei Molotow-Cocktails auf das Rathaus seiner Stadt Jevpatorija geworfen hatte: Ein russisches Militärgericht verurteilte ihn wegen Terrorismus zu 15 Jahren Haft.

Sehr harte Strafe für den Straßenkünstler Bogdan Ziza von der Krim, der sich schuldig gemacht hatte, das Rathaus seiner Stadt Jevpatorija auf der Krim mit Farbe in den Farben derUkraine verunstaltet zu haben, um gegen den Krieg zu protestieren. Dafür wurde er von einem Militärgericht in Rostow am Don in Russland zu 15 Jahren wegen Terrorismus verurteilt. Die Nachricht wurde sowohl von russischen als auch von ukrainischen Agenturen und Zeitungen verbreitet und ging anschließend um die Welt. Die Fakten gehen auf den Mai letzten Jahres zurück: Ziza, 28 Jahre alt(sein Instagram-Profil hier), warf am 16. Mai 2022 gegen 4 Uhr morgens zunächst gelbe und blaue Farbdosen an die Fassade des Rathauses von Jevpatorija, danach warf er zwei Benzinbomben von dem Wagen, den er bei sich trug (von denen eine nicht Feuer fing, während die andere noch in der Luft explodierte).

Am Nachmittag desselben Tages wurde Ziza von russischen Polizeikräften aus seinem Haus geholt: Der Straßenkünstler gestand sofort seine Tat und erklärte, er habe “freiwillig” und “zwangsweise” gehandelt. Ukrainischen Quellen zufolge wurde Ziza während seiner Festnahme auch geschlagen und gezwungen, ein Video zu drehen, in dem er seine Tat bereut, und zwar zu einem doppelten Zweck: um die Bevölkerung einzuschüchtern und das Video als Grundlage für seine Anklage zu nutzen. Ziza sagte, er sei geschlagen worden, weil er in dem Video “keine Emotionen” gezeigt habe (“Ich bin kein sehr guter Schauspieler”, soll er gesagt haben). Ursprünglich wollte das Militärgericht ihn nur wegen Vandalismus und versuchter Zerstörung fremden Eigentums anklagen, doch bald darauf wurde der Vandalismus als politisch motiviert eingestuft und Ziza wurde wegen eines terroristischen Akts angeklagt (d.h.Brandstiftung, Verängstigung der Bevölkerung, Herbeiführung von Todesgefahr und Sachbeschädigung mit dem Ziel, die Tätigkeit von Institutionen zu destabilisieren und ihren Entscheidungsprozess zu beeinflussen").

Das wichtigste Beweismaterial für die Anklage besteht aus zwei Videos des Vorfalls, von denen eines von Überwachungskameras der örtlichen Behörden aufgenommen wurde und das andere von Ziza selbst, der sich während der Aktion gefilmt hat. Nach Angaben der Nachrichtenagentur TASS wird der Straßenkünstler die ersten vier Jahre seiner Strafe im Gefängnis verbringen müssen. Schließlich kündigte Ziza für den 10. Juni einen Hungerstreik an, verlangte den Entzug seiner russischen Staatsbürgerschaft und forderte die Freilassung aller ukrainischen politischen Gefangenen aus russischen Gefängnissen.

Foto: die Fassade des Rathauses von Jevpatorija nach der Aktion von Bogdan Ziza

Russland: 15 Jahre Gefängnis für Straßenkünstler, der aus Protest gegen den Krieg das Rathaus verunstaltet hat
Russland: 15 Jahre Gefängnis für Straßenkünstler, der aus Protest gegen den Krieg das Rathaus verunstaltet hat


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