Die Choreografin und Performerin Florentina Holzinger wirdÖsterreich auf der 61. Biennale von Venedig mit dem interdisziplinären Projekt SEAWORLD VENICE vertreten, das von Nora-Swantje Almes (Gropius Bau, Berlin) kuratiert wird. Das Projekt besteht aus einerpermanenten Live-Installationim österreichischen Pavillon und einer Reihe von ortsspezifischen Etüden, die über Venedig und seine Lagune verteilt sind.
Holzinger, der für seine Arbeiten bekannt ist, die künstlerische Genres und sozio-politische Konventionen in Frage stellen, entwickelt seit Jahren Forschungen überWasser, das sowohl als physisches Element als auch als Symbol verstanden wird. In diesem Projekt erforscht der Künstler den menschlichen Körper in einer sich ständig verändernden Umgebung, in der Natur und Technologie auf immer komplexere Weise ineinandergreifen. Holzinger bewegt sich zwischen Tanz, Theater, Oper und Performance und verbindet starke Körperlichkeit mit rigoroser Bühnenkonstruktion. In seinen Arbeiten verschmelzen die Sprachen der Hochkultur mit Einflüssen der Pop- und Gegenkultur, wobei er die Grenzen zwischen Unterhaltung und radikaler Kritik herausfordert. Der Körper wird so zum Ort, an dem sich Spannungen, Widerstand und Extreme manifestieren und Machtdynamik und Transformation spürbar werden.
SEAWORLD VENICE ist das Ergebnis dieser Recherche und steht alsWerk in direktem Dialog mit Venedig, einer Stadt, die zutiefst von ihrer Beziehung zum Wasser, seiner Zerbrechlichkeit und den Folgen menschlicher Eingriffe geprägt ist. Das Wasser wird in vielfältiger Form evoziert: als lebenswichtige Ressource, als zyklisches Element des menschlichen Körpers, als zu durchquerende Umgebung und als kontrolliertes System. Das Projekt ist als Unterwasser-Themenpark, als Kläranlage und als sakrales Gebäude konzipiert: ein mechanischer Organismus, der während der Dauer der Biennale Arte 2026 von Performern bewohnt wird.
Mit kraftvollen und oft beunruhigenden Bildern konstruiert Holzinger eine Erzählung, die darauf abzielt, die Verwundbarkeit der Körper und der Systeme, in denen sie sich bewegen, hervorzuheben und ein fast apokalyptisches Szenario zu suggerieren, das eine bereits begonnene Krise widerspiegelt. “Florentina Holzinger”, erklärt die Kuratorin, “malt ein apokalyptisches Szenario, das bereits gegenwärtig ist und die Mitschuld der Menschheit an einem kollabierenden (Öko-)System veranschaulicht: Leben inmitten der Trümmer anderer. Flüchtige Bilder und Kompositionen, die uns heimsuchen und an das Unmögliche grenzen. Er erweitert radikal das, was für möglich gehalten wird: eine ansteckende Mentalität, die wir heute mehr denn je brauchen”.
SEAWORLD VENICE wird über den Österreichischen Pavillon hinausgehen, und zwar durch Études, eine Reihe von Performances, die ab 2020 entwickelt werden und aus choreografischen Übungen und performativen Aktionen bestehen, die im öffentlichen Raum und in Übergangsbereichen stattfinden. Auf diese Weise wird die Intervention als offener und sich ständig weiterentwickelnder Prozess gestaltet, der sich an unterschiedliche Orte und Situationen anpassen kann. Von den Tiefen der venezianischen Lagune, die symbolisch auch mit den Auswirkungen des Massentourismus verbunden ist, bis hin zum urbanen Raum der Stadt verkörpern die menschlichen und nicht-menschlichen Performer eine Reflexion über die Fragilität und Widerstandsfähigkeit der heutigen Welt. Wie Holzinger selbst sagt: “In Venedig, einer Stadt, die in einer tiefgreifenden und prekären Beziehung zum Wasser gefangen ist, wird mein ständiges Interesse an diesem Element neue Dimensionen annehmen. Hier wird der Körper eine zentrale Rolle bei der Erforschung der Interdependenz und Interaktion zwischen Natur und Technologie spielen”.
Anlässlich des Projekts wird der Bierke Verlag in Berlin die erste dem Künstler gewidmete Monografie HOLZINGER herausgeben, die in Zusammenarbeit mit Gropius Bau und der Kunsthalle Wien entsteht. Der Band wird kritische Beiträge und Einblicke in seine künstlerische Praxis versammeln, darunter Texte von Claire Bishop, Caroline Lillian Schopp, Mire Lee und Anna Leon, sowie eine Einführung der Kuratorin und ein Interview mit dem Künstler.
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| Biennale Venedig, Österreich konzentriert sich auf die performativen Aktionen von Florentina Holzinger |
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