Die Bonollo-Stiftung erforscht Körper und Geist mit zwei neuen Ausstellungsprojekten


Die Sandra und Giancarlo Bonollo Stiftung für zeitgenössische Kunst in Thiene präsentiert zwei neue Ausstellungsprojekte: die Gemeinschaftsausstellung Body in Motion und Sanatorium des polnischen Künstlers Tomasz Kowalski.

Die Stiftung Sandra und Giancarlo Bonollo für zeitgenössische Kunst in Thiene präsentiert zwei neue Ausstellungsprojekte: Body in Motion, kuratiert von Chiara Nuzzi, und Sanatorium des polnischen Künstlers Tomasz Kowalski, kuratiert von Elisa Carollo. Beide Ausstellungen wurden am Samstag, den 23. Mai eröffnet: Body in Motion ist bis zum 7. November zu sehen, während Sanatorium bis zum 30. September zu besichtigen ist. Mit diesen neuen Ausstellungen setzt die Stiftung ihren Dialog mit Künstlern und Kuratoren aus der internationalen Szene fort, die eingeladen sind, sich mit den Räumen der Stiftung und ihrer experimentellen Berufung auseinanderzusetzen. Ziel ist es, neue Projekte ins Leben zu rufen, die neue Schlüssel zur Interpretation der Gegenwart und der Zeitgenossenschaft bieten.

Die Ausstellung Body in Motion vereint Werke von Monica Bonvicini, Talia Chetrit, Sam Durant, Mona Hatoum, Klara Lidén, Valerio Nicolai, Joanna Piotrowska, Margherita Raso, Moira Ricci, Diamond Stingily und Alessandro Teoldi aus der Sammlung Sandra und Giancarlo Bonollo. Die Ausstellung befasst sich mit dem Thema des Körpers als Instrument, um mit der menschlichen Erfahrung in Beziehung zu treten und sie zu erforschen. Ständig den Blicken anderer ausgesetzt, scheint der Körper von Zwängen, Grenzen und Konditionierungen durchzogen zu sein, die seine Freiheit beeinträchtigen; gleichzeitig erweist er sich jedoch als eine vitale Kraft, die in der Lage ist, Identität, Emanzipation und Transformation auszudrücken. Auch heute noch stellt der Körper einen physischen und symbolischen Raum des Widerstands, der Rechtfertigung und der Bejahung der eigenen Existenz, Emotionalität und Individualität dar.

Mit Installationen, Fotografien, Skulpturen, Webarbeiten und Gemälden zeigen die Künstler verschiedene Perspektiven auf, in denen sich der Körper als eine sich verändernde und durchlässige Präsenz manifestiert, die in der Lage ist, Spannungen zu absorbieren, Erinnerungen zu bewahren und neue Beziehungen zu sich selbst, zu anderen und zum umgebenden Raum zu schaffen.

Aufbau der Ausstellung Körper in Bewegung. Foto: Giovanni Canova
Aufbau der Ausstellung Body in motion. Foto: Giovanni Canova
Aufbau der Ausstellung Sanatorium von Tomasz Kowalski. Foto: Giovanni Canova
Aufbau der Ausstellung Sanatorium von Tomasz Kowalski. Foto: Giovanni Canova

Mit Sanatorium präsentiert Tomasz Kowalski eine Reflexion über die vielfältigen Dimensionen von Wahrnehmung und Realität. In seinen jüngsten Werken verwendet der Künstler die Metapher des Sanatoriums und der psychiatrischen Klinik als Orte außerhalb der gewöhnlichen Zeit, an denen sich Erinnerungen, Emotionen, Halluzinationen und Wahrnehmungen in einer mehrdeutigen und grenzwertigen Dimension vermischen. Die von Kowalski gemalten Figuren scheinen ständig an der Schwelle zwischen Vorstellung und physischer Realität zu leben: Körper, Umgebungen und Atmosphären werden in Metaphern verwandelt, während die Malerei die Rolle eines psychologischen und mnemotechnischen Mittels übernimmt, das Bilder und Präsenzen instabil machen kann.

Die Ausstellung wurde eigens für die Räume der Fondazione Bonollo konzipiert, die in einem ehemaligen religiösen und psychiatrischen Komplex untergebracht sind. Sie steht im Dialog mit dem historischen und psychologischen Gedächtnis des Gebäudes und verwebt es sowohl mit den persönlichen Erfahrungen des Künstlers als auch mit Władysław Strzemińskis Überlegungen zur visuellen Wahrnehmung und den Grenzen der Sprache bei der Definition dessen, was wir sehen.

Die Bonollo-Stiftung erforscht Körper und Geist mit zwei neuen Ausstellungsprojekten
Die Bonollo-Stiftung erforscht Körper und Geist mit zwei neuen Ausstellungsprojekten



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