Die Künstlerbücher von Guido Strazza in Subiaco (Rom): die Ausstellung in Santa Scolastica


Die Staatsbibliothek Santa Scolastica in Subiaco (Rom) zeigt vom 30. April bis zum 2. Juni 2026 eine den Künstlerbüchern von Guido Strazza gewidmete Ausstellung, die von Simona Ciofetta kuratiert und von Stefano Petrocchi wissenschaftlich koordiniert wird. Sie ist Teil der Initiativen im Zusammenhang mit Subiaco, der Hauptstadt des Buches 2025.

Die Staatsbibliothek des Nationaldenkmals Santa Scolastica in Subiaco in der Provinz Rom zeigt vom 30. April bis 2. Juni 2026 die Ausstellung Libri d’artista. Guido Strazza per Subiaco, kuratiert von Simona Ciofetta und unter der wissenschaftlichen Koordination von Stefano Petrocchi. Die Eröffnung findet am Donnerstag, den 30. April um 17.30 Uhr statt, während eine Präsentation mit Führung am Samstag, den 9. Mai um 11 Uhr abgehalten wird. Die Ausstellung ist Teil des Programms der Initiativen im Zusammenhang mit Subiaco Capitale Italiana del Libro 2025 und stellt eine Erweiterung der Dauerausstellung der Bibliothek dar.

Im Mittelpunkt des Ausstellungsprojekts steht das Künstlerbuch, das als autonome Form der künstlerischen Produktion verstanden wird, bei der Text, Bild, Papierträger und chromatische Intervention in einem einzigen expressiven System verwoben sind. Es handelt sich um einmalige oder in begrenzter Auflage produzierte Werke, in denen die visuellen und textlichen Komponenten eine gleichwertige Rolle spielen, bis hin zur Bildung eines untrennbaren Ganzen.

Die Beziehung zwischen Wort und Bild steht in einer langen Tradition des Experimentierens, die sich durch die Geschichte der Kunst und der Literatur zieht. Eine besondere Beschleunigung dieses Prozesses ist in der Moderne zu verzeichnen, als die Avantgarden des frühen 20. Jahrhunderts, insbesondere der Futurismus, dazu beitragen, die Grenzen zwischen verschiedenen Ausdruckssprachen neu zu definieren. In diesem Zusammenhang wird das Buch als dynamischer Raum interpretiert, der nicht-lineare formale und konzeptionelle Lösungen zulässt, in denen sich das künstlerische Zeichen über die traditionelle Struktur der Seite hinaus ausdehnt.

Nach dem Ansatz der Ausstellung wird das Künstlerbuch als autonomes Kunstwerk konfiguriert, bei dem der Autor die Kontrolle über den gesamten Produktionsprozess übernimmt, von der Gestaltung über die Auswahl der Materialien bis hin zur Definition der typografischen Aspekte. In dieser Perspektive konvergieren ästhetische, philosophische, literarische und konzeptionelle Werte in einer einzigen operativen Dimension. Die Verwirklichung des Werkes erfordert auch eine nicht unmittelbare Betrachtungszeit, da die Struktur des Buches selbst zu einer sequentiellen und physischen Lektüre des Trägers einlädt.

Guido Strazza, Insekten (1980; Mappe mit Stichelzeichnungen, Nr. 14)
Guido Strazza, Insekten (1980; Mappe mit Stichelgravuren, Nr. 14)

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht Guido Strazza, ein Künstler, der in den Bereichen Malerei, Gravur und Bildhauerei tätig ist und sich auch in der institutionellen und pädagogischen Arbeit engagiert. Im Laufe seiner Karriere hat er zahlreiche Künstlerbücher produziert, sowohl als Einzelautor als auch in Zusammenarbeit mit Dichtern und anderen Künstlern. Parallel zu seiner visuellen Produktion hat Strazza eine intensive theoretische und pädagogische Tätigkeit entwickelt, die sich auf die grafische Forschung und die Prozesse der modernen italienischen Gravur konzentriert. Seine Beiträge waren auch auf die Ausbildung junger Künstler gerichtet, insbesondere im Rahmen der Calcografia Nazionale.

Die Ausstellung ist in einen besonders wichtigen institutionellen Kontext eingebettet. Die Staatsbibliothek des Klosters St. Scholastika bewahrt ein historisch gewachsenes Buch- und Dokumentenerbe an einem Ort auf, der eng mit den Anfängen der Buch- und Drucktradition in Italien verbunden ist. Die Wahl des Themas des Künstlerbuchs steht in direktem Zusammenhang mit der Funktion des Ausstellungsraums selbst und verstärkt den Dialog zwischen zeitgenössischen Werken und historischem Kontext.

Ein Teil der Ausstellung ist einigen Stichen Strazzas gewidmet, die in Beziehung zum künstlerischen Erbe des Klosterkomplexes gesetzt werden. Der Bezug erstreckt sich auf die so genannten Cosmatesque-Meister, die im 13. Jahrhundert tätig waren, darunter Persönlichkeiten wie Jacopo der Ältere, Cosma, Luca und Jacopo, Autoren der Klosterdekorationen. Ihre Werke, die sich durch Geometrien und modulare Sequenzen auszeichnen, bilden ein visuelles System, das in den Marmoroberflächen des Komplexes noch immer lesbar ist.

In diese Perspektive passt auch Strazzas den Zeichen Roms und den Cosmati gewidmete Gravurserie, in der der Künstler die formalen Strukturen der römischen mittelalterlichen Tradition aufgreift und neu gestaltet. Der Vergleich zwischen zeitgenössischer Gravur und historischen Sprachen ist nicht als direktes Zitat angelegt, sondern als Untersuchung von Zeichensystemen und möglichen Kontinuitäten zwischen verschiedenen Epochen.

Die Künstlerbücher von Guido Strazza in Subiaco (Rom): die Ausstellung in Santa Scolastica
Die Künstlerbücher von Guido Strazza in Subiaco (Rom): die Ausstellung in Santa Scolastica



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