Vom 6. Mai bis zum 30. August 2026 wird im Grand Palais in Paris eine große Ausstellung zu Ehren von Hilma af Klint (Solna, 1862 - Danderyd, 1944) stattfinden, einer Künstlerin, die die Chronologie der modernen Kunst grundlegend verändert hat. Die Ausstellung mit dem Titel Hilma af Klint. Les peintures du Temple (1906-1915), die von Pascal Rousseau kuratiert und in Zusammenarbeit mit dem Centre Pompidou realisiert wurde, bietet ein noch nie dagewesenes Projekt.
Zumersten Mal in Frankreich wird der Zyklus der Gemälde für den Tempel (1906-1915), der als Dreh- und Angelpunkt seines künstlerischen Schaffens gilt, in seiner Gesamtheit präsentiert. Innerhalb dieses Korpus sticht die berühmte monumentale Serie der Zehn Größten hervor, die von der visionären Tragweite und Modernität seines Weges zeugt.
Ausgebildet an der Königlichen Akademie der Schönen Künste in Stockholm, betrieb der Künstler eine doppelte Tätigkeit: einerseits eine traditionelle figurative Produktion, andererseits eine eher experimentelle und zurückhaltende Forschung. Letztere wurde stark von ihrem Interesse an der Theosophischen Gesellschaft und den spiritistischen Praktiken beeinflusst, die sie mit einer Gruppe von Frauen teilte, mit denen sie spirituelle und utopische Überlegungen entwickelte.
In ihren Werken werden Elemente wie Spiralen, Kreise und Strahlen zu Symbolen einer Spannung zur universellen Harmonie und zu den unsichtbaren Kräften, die den Kosmos beherrschen, und verleihen den Bildern eine zeitlose und universelle Dimension.
Hilma af Klint entschied sich bewusst dafür, ihre abstrakten Werke zu Lebzeiten nicht auszustellen, da sie in ihrem Testament festlegte, dass sie erst zwanzig Jahre nach ihrem Tod veröffentlicht werden sollten. Diese Entscheidung trug dazu bei, ihre Anerkennung zu verzögern: Erst 1986 wurde ihr Werk mit der Ausstellung The Spiritual in Art: Abstract Painting 1890-1985 in Los Angeles zum ersten Mal einem breiten Publikum vorgestellt, was den Beginn ihrer internationalen Wiederentdeckung markierte.
Trotz der wachsenden Aufmerksamkeit, die Hilma af Klint in den letzten Jahren vor allem im Zusammenhang mit der Neubewertung der Rolle der Künstlerinnen in der Moderne zuteil wurde, gab es in Frankreich noch keine große monografische Ausstellung über sie. Diese Ausstellung ist daher ein wichtiger Moment, um diese Lücke zu schließen und der Künstlerin wieder die zentrale Rolle zu geben, die ihr heute weltweit zuerkannt wird. Neben der retrospektiven Dimension zielt die Ausstellung darauf ab, die vielfältigen Einflüsse zu erforschen, die ihrer Forschung zugrunde liegen, von der Esoterik über die Folklore bis hin zur wissenschaftlichen Kultur, und lädt uns ein, darüber nachzudenken, wie die Kunstgeschichte den weiblichen Beitrag zu den Gründungsbewegungen der Moderne lange Zeit marginalisiert hat.
Hilma af Klint entpuppt sich so als eine entscheidende Figur, die in der Lage ist, die Grenzen zwischen Kunst, Wissenschaft und Spiritualität zu überwinden, und die auch heute noch neue Generationen anspricht. Eine Gelegenheit, eine Künstlerin zu entdecken, die zwar in ihrer Zeit verwurzelt ist, aber dennoch die Zukunft vorweggenommen zu haben scheint.
Für weitere Informationen besuchen Sie die Website des Grand Palais.
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| Im Grand Palais in Paris wurde eine große monografische Ausstellung über Hilma af Klint |
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