In der heutigen Welt wachsen Millionen von Kindern unter Bedingungen auf, die von Krieg, Gewalt und Verlust geprägt sind. Nach Angaben von UNICEF wurden allein im Jahr 2024 mehr als 41.000 schwerwiegende Verletzungen der Kinderrechte registriert, und mehr als 520 Millionen Kinder leben heute in Gebieten, die von bewaffneten Konflikten betroffen sind. Diesen Kindern ist die von Loris Lai und Joseph Lefevre kuratierte Ausstellung How Kids Roll gewidmet, die vom 14. Mai bis 28. Juni 2026 im Palazzo Merulana in Rom zu sehen ist. Die unter der Schirmherrschaft des Dicastero per la Comunicazione, des Dicastero per la Cultura e l’Educazione della Santa Sede, von UNICEF Italia und Save the Children geförderte und von B-Roll Production und Ramon Pictures produzierte Ausstellung konzentriert sich auf die Kinder des Gazastreifens und schildert den Alltag derjenigen, die in einem Konflikt aufwachsen, der die Gegenwart, die Vorstellungskraft und die Zukunft der neuen Generationen weiterhin neu definiert.
Im Palazzo Merulana wird das Thema der Kindheit so zu einer Linse, durch die man die Widersprüche unserer Zeit lesen kann. Der Ausstellungsraum verwandelt sich in einen Ort der Reflexion und der kulturellen Vermittlung, um das Thema der Rechte der Kinder und der kollektiven Verantwortung wieder in den Mittelpunkt zu rücken.
Im Mittelpunkt der Ausstellung steht das fotografische Werk von Melissa McClaren, das während der Dreharbeiten zu dem Film How Kids Roll zwischen 2022 und 2023 entstanden ist. Ihre Bilder konstruieren eine intime Erzählung ohne Rhetorik, die aus alltäglichen Gesten, Momenten des Wartens, Fragmenten von Normalität und Spielen besteht, die ständig mit dem Trauma des Krieges koexistieren. Neben den Fotografien sind Gedichte zu sehen, die von Kindern in Gaza vom Beginn des Konflikts bis heute geschrieben wurden. Die Worte erscheinen in der Ausstellung als lebendige und unmittelbare Präsenzen, die die Kraft der visuellen Erzählung verstärken. Im Dialog mit diesen Materialien stehen auch die Aufnahmen des Fotografen Mahmoud Abu Hamda, der die Realität in Gaza in Bildern voller Menschlichkeit und Schmerz dokumentiert.
Fotografien, poetische Texte und Tonbeiträge, kuratiert von Maurizio Cascella, bilden eine immersive Umgebung, in der Angst, Wut, Hoffnung und Fantasie nebeneinander bestehen und die Komplexität einer Kindheit in Kriegszeiten wiederherstellen. Die Gestaltung ist so angelegt, dass sie den Blick verlangsamt und eine direkte Beziehung zu den Werken fördert: Leuchtkästen, großformatige Bilder und kleine Drucke wechseln sich auf einem Weg ab, der ständig von der kollektiven Dimension zur persönlichen Begegnung wechselt und den Besucher einlädt, bei den Details zu verweilen und wirklich zuzuhören.
Die Ausstellung wird auch durch die vom Film inspirierten Gemälde von Simone Legno und ein Video, das seine Live-Performance dokumentiert, bereichert. Screens und Traumsequenzen aus How Kids Roll erweitern die Geschichte zusätzlich. Das Ausstellungsprojekt steht in direktem Dialog mit dem Film How Kids Roll, der derzeit international vertrieben wird. Der Film erzählt die Geschichte der Freundschaft zwischen Mahmud, einem palästinensischen Jungen, und Alon, einem jungen Israeli, die während der zweiten Intifada im Jahr 2003 durch ihre Leidenschaft fürs Surfen verbunden sind. Eine Geschichte, die den Konflikt überwindet und versucht, sich einen möglichen Raum des Friedens, der Brüderlichkeit und der Koexistenz vorzustellen. Der Film ist inspiriert von dem Buch Sulle onde della libertà (Auf den Wellen der Freiheit ) von Nicoletta Bortolotti, das von Ragazzi Mondadori veröffentlicht wurde, und bestätigt den Wunsch des Projekts, den Kindern eine mögliche Alternative zu Hass und Spaltung zu zeigen.
Anlässlich des 80. Geburtstages der Organisation unterstützt UNICEF Italien die Ausstellung wegen ihres erzieherischen, kulturellen und sozialen Wertes, der ganz im Einklang mit ihrem Auftrag steht, die Rechte von Kindern und Jugendlichen zu schützen und zu fördern.
How Kids Roll dokumentiert nicht nur eine dramatische Realität, sondern nutzt die künstlerische und dokumentarische Sprache, um Erinnerung, Bewusstsein und kulturelle Verantwortung zu schaffen. Die Kindheit wird so zum Mittelpunkt einer dringenden Reflexion über die Gegenwart und Zukunft unserer Zeit.
Die Ausstellung wird von einem Kalender mit Begegnungen und Terminen für Schulen und die Öffentlichkeit begleitet, mit Matineen, Vorführungen und vertiefenden Momenten, die den Dialog und die Beteiligung anregen sollen.
Alle Informationen finden Sie unter www.palazzomerulana.it.
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag von 12 bis 20 Uhr; Samstag und Sonntag von 10 bis 20 Uhr.
| Rom, eine Ausstellung im Palazzo Merulana widmet sich den Kindern von Gaza und der Kindheit unter der Belagerung |
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