Vom 24. April bis zum 6. September 2026 zeigt der Palazzo delle Albere die Ausstellung Anachronismi e discronie. Italienische Kunst von den 1980er Jahren bis heute, kuratiert von Margherita de Pilati und Ivan Quaroni.
Das MART kehrt mit einem Ausstellungsprojekt in die Räume des historischen Trentino-Gebäudes zurück, das einer Auswahl italienischer künstlerischer Forschungen gewidmet ist, die von den 1980er Jahren bis heute entwickelt wurden. Der Rundgang konzentriert sich auf Praktiken, die die Linearität der Zeit in Frage stellen, indem sie historische Referenzen, Bilder und zeitgenössische Sprachen miteinander verweben. Ausgestellt werden rund siebzig Werke von fast fünfzig Künstlern, die verschiedenen Generationen und Richtungen angehören, darunter Sandro Chia, Enzo Cucchi, Francesco Clemente, Mimmo Paladino, Salvo, Luigi Ontani, Francesco Vezzoli, Guglielmo Castelli und Giulia Andreani.
Die Ausstellung will aufzeigen, wie in den letzten vierzig Jahren ein bedeutender Teil der italienischen Kunst sich dafür entschieden hat, in scheinbarem Kontrast zur Gegenwart zu arbeiten und eine diskontinuierliche, unregelmäßige oder absichtlich anachronistische Beziehung zur Geschichte aufzubauen. Seit den 1980er Jahren haben viele Künstler Formen einer nicht abgestimmten Zeitlichkeit entwickelt. In der digitalen und hyperpräsenten Ära hat sich diese Bedingung erweitert: Die Werke scheinen in der Schwebe zu sein, sie befinden sich in einem Zwischenraum, der weder ganz der Vergangenheit noch ganz der Gegenwart angehört, in dem das ikonografische Gedächtnis ständig überarbeitet, unterbrochen oder verlangsamt wird.
Durch die Rückkehr zur Malerei, das Wiederauffinden von Bildern aus der Vergangenheit und die zeitliche Aussetzung konstruieren die Werke eine Umgebung, in der Vergangenheit und Gegenwart dynamisch miteinander in Dialog treten und neue Perspektiven auf die jüngste künstlerische Produktion bieten.
Nach der konzeptuellen Phase Ende der 1970er und Anfang der 1980er Jahre rückte die Transavanguardia-Bewegung die Malerei und die Figuration wieder in den Mittelpunkt. Künstler wie Sandro Chia, Enzo Cucchi, Francesco Clemente und Mimmo Paladino führten erzählerische, mythologische und archaische Elemente wieder ein, nicht in nostalgischer Absicht, sondern als Reaktivierung eines in der italienischen Kultur verwurzelten ikonografischen Erbes. Auf diese Phase folgt die Erfahrung der Anachronisten, die sich noch entschiedener mit der Vergangenheit auseinandersetzen, indem sie die Form, die klassische Komposition und eine Malerei zurückgewinnen, die an vergangene Epochen erinnert. Zu ihnen gehören Stefano Di Stasio, Omar Galliani, Paola Gandolfi und Carlo Maria Mariani.
Die Ausstellung wird mit einigen postmodernen Erfahrungen fortgesetzt: Die Nuovi-Nuovi, vertreten durch Künstler wie Salvo, Luigi Ontani und Aldo Mondino, nehmen das Werk der Nuovi Futuristi vorweg. Letztere bedienen sich einer Pop-Sprache, die von Werbung, Design und Massenkultur inspiriert ist, wie im Fall von Marco Lodola und Umberto Postal. Zwischen Malerei, Objekten und Umweltinstallationen zeichnet sich der Neue Futurismus durch seinen unmittelbaren, ironischen und selbstbewussten Ansatz aus, der eine von den Medien und der Verbreitung von Bildern beherrschte Welt widerspiegelt. Die Werke erklären die Realität nicht, sondern durchqueren sie und verwandeln alltägliche Codes in visuelle Erfahrungen, die die Rolle der Kunst auch heute noch in Frage stellen.
In diesem ständigen Wechsel von Stilen und Referenzen setzen sich zahlreiche Künstler mit der Geschichte auseinander, wie Paolo Ventura und Max Rohr, oder mit der Zeit, wie Andrea Mastrovito und Giulia Andreani. Andere treten in einen Dialog mit der sakralen Ikonographie, wie Nicola Samorì, oder mit dem Mythos, einem zentralen Thema im Werk von Francesco Vezzoli. Auch die Auseinandersetzung mit den traditionellen Gattungen der Malerei ist von Bedeutung: Guglielmo Castelli widmet sich dem Porträt, während Nicola Nannini, Fulvio di Piazza und Andrea di Marco Landschaften erkunden.
Der Einfluss der Kunstgeschichte zeigt sich auch in den Werken von Künstlern unter 35 Jahren, darunter Giuditta Branconi, Chiara Calore und Martina Cinotti, deren Bilder die Ausstellung beschließen.
Alberto Abate, Gianantonio Abate, Giulia Andreani, Diana Aparo, Ubaldo Bartolini, Giuditta Branconi, Dario Brevi, Chiara Calore, Arduino Cantafora, Guglielmo Castelli, Gianni Cella, Sandro Chia, Martina Cinotti, Francesco Clemente, Enzo Cucchi, Vanni Cuoghi, Bruno d’Arcevia, Paolo De Biasi, Andrea Di Marco, Fulvio Di Piazza, Stefano Di Stasio, Christian Fogarolli, Omar Galliani, Paola Gandolfi, Mimmo GermanàJacopo Ginanneschi, Innocente, Marcello Jori, Marco Lodola, Carlo Maria Mariani, Andrea Mastrovito, Aldo Mondino, Gian Marco Montesano, Nicola Nannini, Luigi Ontani, Mimmo Paladino, Michele Parisi, Plumcake, Umberto Postal, Andrea Ravo Mattoni, Max Rohr, Salvo, Nicola Samorì, Paolo Ventura, Nicola Verlato, Francesco Vezzoli, Massimiliano Zaffino.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr; Samstag und Sonntag von 10 bis 19 Uhr. Montags geschlossen.
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| Trient, italienische Kunst von den 1980er Jahren bis heute im Palazzo delle Albere ausgestellt |
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