Aromastoffe aus Afrika und Asien in den Parfümfässern von Pompeji: eine Studie


Wissenschaftliche Analysen einer internationalen Forschergruppe haben ergeben, dass auf den Hausaltären in Pompeji nicht nur einheimische Pflanzen verwendet wurden, sondern auch aromatische Substanzen aus Afrika und Asien.

In Pompeji wurden nicht nur einheimische Pflanzen auf Hausaltären verwendet, sondern auch aromatische Substanzen aus Afrika und Asien. Dies ergaben wissenschaftliche Analysen einer internationalen Gruppe von Wissenschaftlern, die die in den römischen Ritualöfen verbrannten Stoffe untersuchten, die an der Ausgrabungsstätte gefunden wurden, und die die Rolle der Stadt innerhalb eines ausgedehnten globalen Handelsnetzes verdeutlichten.

Der Ausbruch des Jahres 79 n. Chr. war zwar für die damalige Bevölkerung eine große Tragödie, bot der modernen Archäologie jedoch dank des außergewöhnlichen Erhaltungszustands von Pompeji eine einzigartige Gelegenheit. Zu den Funden, die uns überliefert wurden, gehört die Asche der Räuchergefäße, die für Weihrauchopfer an die Götter verwendet wurden. Diese Überreste wurden von Experten der Universitäten Zürich, München, Bonn, Kiel und Dublin in Zusammenarbeit mit dem Archäologischen Park von Pompeji mit Hilfe modernster Labortechniken analysiert. Die Studie konzentrierte sich insbesondere auf die Asche von zwei Brennern, von denen einer in Pompeji und der andere in einer Villa in Boscoreale gefunden wurde. Besonders erwähnenswert ist eines der untersuchten Gefäße, in dem Spuren eines exotischen Pflanzenharzes gefunden wurden, das höchstwahrscheinlich aus tropischen afrikanischen oder asiatischen Gebieten stammt.

Der Archäologische Park von Pompeji, der vor kurzem eine neue Dauerausstellung eröffnet hat, die dem Ausbruch und seinen Opfern gewidmet ist und zahlreiche organische Funde wie Pflanzenreste, Lebensmittel und Holzgegenstände umfasst, unterstreicht den Wert dieser Forschung. Wie Direktor Gabriel Zuchtriegel sagte, "wäre unser Wissen über die römische Welt ohne Pompeji weniger reichhaltig, aber es ist ein Reichtum an Wissen und Daten, den nur die moderne Archäologie richtig ausschöpfen kann: Dank der Integration mit anderen Wissenschaften können wir immer noch so viel über das Leben in der antiken Stadt entdecken. Dank der modernen Archäologie, die mit anderen wissenschaftlichen Disziplinen integriert ist, ist es möglich, immer wieder neue Aspekte des Lebens in der antiken Stadt aufzudecken.

So zeigt die Studie, dass Pompeji nicht nur ein römisches Zentrum am Fuße des Vesuvs war, sondern Teil eines weltweiten Handelsnetzes, dessen Spuren sich auch in den Gerüchen der Hausaltäre finden.

Foto: Archäologischer Park von Pompeji
Foto: Archäologischer Park von Pompeji
Foto: Archäologischer Park von Pompeji
Foto: Archäologischer Park von Pompeji
Foto: Archäologischer Park von Pompeji
Foto: Archäologischer Park von Pompeji

“Wir können nun konkret nachweisen, welche Duftstoffe im pompejanischen Hauskult tatsächlich verbrannt wurden”, sagt Johannes Eber von der Universität Zürich, Koordinator der Studie. “Neben regionalen Pflanzen fanden wir auch Spuren von importierten Harzen - ein Hinweis auf die umfangreichen Handelsbeziehungen Pompejis.”

“Molekulare Analysen deuten auch auf das Vorhandensein eines aus Weintrauben gewonnenen Produkts in einem der Parfümbrenner hin”, erklärt Maxime Rageot von der Universität Bonn, der die biomolekularen Untersuchungen der Studie leitete. “Dies würde mit der Verwendung von Wein in Ritualen übereinstimmen, die in der römischen Kunst dargestellt und in schriftlichen Quellen beschrieben sind, und zeigt gleichzeitig, wie wichtig es ist, archäologische Studien durch wissenschaftliche Analysen zu ergänzen.”

“Die Kombination verschiedener moderner chemischer und mikroskopischer Techniken macht das tägliche religiöse Leben der Bewohner von Pompeji plötzlich greifbar”, ergänzt Philipp W. Stockhammer von der LMU München, in dessen Arbeitsgruppe die Studie initiiert wurde

Aromastoffe aus Afrika und Asien in den Parfümfässern von Pompeji: eine Studie
Aromastoffe aus Afrika und Asien in den Parfümfässern von Pompeji: eine Studie



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