Ab dem 29. Mai 2026, die Eröffnung ist für den 28. Mai geplant, zeigt die Galerie M77 in Mailand Marco Petrus: in-motion, eine Einzelausstellung, die dem Maler gewidmet ist, der für seine Untersuchung derstädtischen Architektur bekannt ist. Das Projekt, das von Sharon Hecker kuratiert wird und bis zum 12. September 2026 in den Räumen in der Via Mecenate zu sehen ist, präsentiert etwa siebzig neue Werke und stellt eine Reflexion über das Thema der Bewegung dar, die als ein Wahrnehmungsinstrument verstanden wird, mit dem man Bilder lesen und kreuzen kann.
Ausgangspunkt der Ausstellung ist Giacomo Balla ’s Bambina che corre sul balcone (1912, Galleria d’Arte Moderna di Milano), ein futuristisches Werk, das eine dynamische Konzeption von Realität und Vision vorstellt. Ausgehend von dieser Referenz entwickelt Petrus eine Reihe von progressiven Variationen, die die Bildkomposition zu immer abstrakteren Ergebnissen führen, in denen Sequenzen von farbigen, rhythmischen und gewundenen Linien nach und nach die Figuration ersetzen.
Der Künstler, der bereits für seine Neuinterpretation der urbanen Landschaft durch synthetische Geometrien und eine starke Konzentration auf die formale Struktur der Architektur bekannt ist, verlagert die Achse seiner Forschung auf die Art und Weise, wie Bilder heute beobachtet und wahrgenommen werden. Das Werk fügt sich in eine zeitgenössische visuelle Situation ein, die durch die Überschneidung von physischem Raum und digitaler Logik gekennzeichnet ist und in der die Wahrnehmung fragmentiert und ständig überarbeitet erscheint. In diesem Kontext nimmt die Bildsprache eine fließende Dimension an, die der für die digitale visuelle Erfahrung typischen Dynamik von Zerlegung und Neuzusammensetzung nahe kommt.
Die Beziehung zur Architektur, die in einer einnehmenden und dynamischen Weise neu interpretiert wird, bleibt in dieser Phase der Forschung zentral. In einigen Werken wird der Betrachter in chromatische Wirbel einer fast poppigen Matrix verwickelt, die an narrative Sequenzen und gemeinsame visuelle Bilder erinnern können, während sich in anderen Werken die Vision in Richtung einer Luftperspektive verschiebt. Die Stadt verwandelt sich so in ein pulsierendes geometrisches Geflecht, das sich auf frühere Zyklen des Künstlers zurückführen lässt, in denen Hommagen an Carla Accardi, Giuseppe Capogrossi und Afro Basaldella überarbeitet werden. In diesen Arbeiten nähert sich der urbane Bezug den digitalen kartografischen Repräsentationssystemen und der Zoom-Dynamik an, die für zeitgenössische Mapping-Plattformen typisch sind.
Die jüngsten Arbeiten akzentuieren diese Wahrnehmungsspannung noch weiter. Die Bilder erscheinen fragmentiert und ähneln in einigen Fällen Pixeleffekten, wobei eine Tendenz zur kontinuierlichen Ausdehnung der visuellen Oberfläche besteht. Bewegung wird so als Wahrnehmungszustand definiert, der zwischen Eintauchen und Distanz, Erkennbarkeit und Auflösung des Bildes oszilliert. Die Ausstellung umfasst auch einen Kern von Werken, die sich mit dem Werk von Giorgio Morandi auseinandersetzen. In diesen Kompositionen weicht die dynamische Spannung einer dünneren Dimension, die sich aus gedämpften Tönen und schwebenden Farben zusammensetzt, aus gedämpften Grautönen, zarten Blautönen und staubigen Nuancen. Dieser Abschnitt führt einen Moment des Innehaltens in den Gesamtrhythmus der Ausstellung ein und bietet einen langsameren, kontemplativeren Kontrapunkt zu der kinetischen Komponente der anderen Werke.
“Die Ausstellung präsentiert einen noch nie dagewesenen Korpus von Projekten, die in den letzten zehn Jahren realisiert wurden und hier auf einem umgekehrten Weg zusammengeführt werden, der die konzeptionelle Einheit meiner Arbeit wiederherstellt”, sagt Marco Petrus. “Die verschiedenen behandelten Themen lassen sich auf eine Idee der visuellen Wahrnehmung zurückführen, die durch ’Sequenzpläne’ dargestellt wird: Bewegung, geometrische Kompositionen, Volumen, unendliche Paletten, Farbe, fantastische Strukturen, Illusion”.
| Marco Petrus in Mailand: Die Bewegung des Bildes in der Architektur und das digitale Sehen |
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