Nur wenige literarische Werke der Antike haben einen so tiefgreifenden und dauerhaften Einfluss auf die Kunst ausgeübt wie die Metamorphosen des Ovid. Die große Ausstellung mit dem Titel " Metamorphosen", die vom 6. Februar bis zum 25. Mai 2026 im Rijksmuseum in Amsterdam zu sehen sein wird, bringt große Künstler wie Tizian, Correggio, Cellini, Caravaggio, Rubens, Rodin, Brancusi, Magritte und Bourgeois zusammen, die sich in ihrem Schaffen mit der Bildsprache eines der größten Autoren der klassischen Antike auseinandergesetzt haben. Mehr als achtzig Werke aus Museen und Sammlungen der ganzen Welt werden zu diesem Anlass ausgestellt. Die Ausstellung wird insbesondere dank der außergewöhnlichen Zusammenarbeit mit der Galleria Borghese in Rom realisiert. Nach Amsterdam wird die Ausstellung in einer anderen Version vom 22. Juni bis 20. September 2026 in der Galleria Borghese zu sehen sein.
Das Ausstellungsprojekt im Rijksmuseum wird Werke aus verschiedenen Epochen und Techniken präsentieren, darunter Gemälde, Skulpturen, Goldschmiedekunst, Keramik, zeitgenössische Fotografie und Videokunst. Zu den ausgestellten Meisterwerken gehören Tizians Danae, Tintorettos Minerva und Arachne, Correggios berühmte Werke Jupiter und Io, Ganymed und die Danae, Caravaggio zugeschriebener Narziss und Rodins Pygmalion aus Marmor sowie Gérômes gemalte Version. Außerdem werden drei berühmte zusammengesetzte Köpfe von Arcimboldo und der lebensgroße bronzene Perseus mit dem Kopf der Medusa ausgestellt, den der Niederländer Hubert Gerhardt für den Herzog von Bayern schuf und der zum ersten Mal zusammen mit dem Modell präsentiert wird, das Benvenuto Cellini zu seinem Perseus inspirierte.
Publius Ovid Naso verfasste im Jahr 8 n. Chr. seine Metamorphosen, in denen er ein von Veränderungen beherrschtes Universum beschrieb, in dem Götter und Menschen in Tiere, Pflanzen oder Stein verwandelt werden. Es überrascht nicht, dass Karel van Mander in seinem Schilder-boeck von 1604 das Werk als eine wahre “Künstlerbibel” bezeichnete. In der Tat sind die Metamorphosen seit Jahrhunderten eine grundlegende Inspirationsquelle für Maler, Bildhauer, Graveure, Musiker, Schriftsteller und Dichter. Götter nehmen Tiergestalten an, Nymphen verwandeln sich in Bäume, Menschen werden zu Stein und Statuen erwachen zum Leben. Viele Erzählungen drehen sich um die Beziehung zwischen Göttern und Sterblichen, in denen neben Gewalt und Betrug oft auch die Liebe eine wichtige Rolle spielt. Die Ausstellung will zahlreiche berühmte Episoden hervorheben, wie die Erschaffung des Kosmos aus dem Urchaos, die Geschichte von Arachne, der Weberin, die von der Göttin Minerva bestraft und in eine Spinne verwandelt wurde, oder die zahlreichen Verwandlungen des Götterherrschers Jupiter, der sich in einen Stier, einen Schwan, eine Wolke oder einen Goldregen verwandelte, um der Eifersucht Junos zu entgehen und seine Geliebten zu verführen.
Der Ausstellungskatalog, der in Zusammenarbeit mit der Galleria Borghese erstellt wurde, wird in drei Sprachen erscheinen: Niederländisch, Englisch und Italienisch. Die grafische Gestaltung erfolgt durch das Büro Irma Boom. Die Ausstellung im Rijksmuseum wurde von Aldo Bakker gestaltet.
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| 80 Werke zu Ovids Metamorphosen im Rijksmuseum in Zusammenarbeit mit der Galleria Borghese in Rom ausgestellt |
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