Ein Ausstellungsprojekt an zwei Standorten, die nur wenige Kilometer voneinander entfernt sind, bietet eine umfassende Relektüre des Werks von Alfred Eisenstaedt, einer zentralen Figur der Fotografie des 20. Jahrhunderts. Alfred Eisenstaedt. La fotografia era nell’aria, kuratiert von Monica Poggi, findet zwischen dem Museo Villa Bassi Rathgeb in Abano Terme (Padua) und dem Museo Storico Navale in Venedig statt, mit dem Ziel, der Öffentlichkeit die Komplexität eines der wichtigsten Interpreten der fotojournalistischen Sprache des letzten Jahrhunderts wieder nahe zu bringen. Die beiden Ausstellungen, die sich gegenseitig ergänzen, können vom 16. Mai bis 20. September 2026 in Abano Terme und vom 22. Mai bis 22. November 2026 in Venedig besucht werden.
Das von CAMERA - Centro Italiano per la Fotografia entwickelte und von der Gemeinde Abano Terme in Zusammenarbeitmit D’Uva, der Leiterin des MUNAV, organisierte Projekt basiert auf einem einheitlichen Konzept, das die Inhalte auf die beiden Ausstellungsorte verteilt und das Publikum dazu einlädt, sich mit einer breit gefächerten und artikulierten Erzählung zu beschäftigen. Die Initiative fügt sich in einen Kontext der Zusammenarbeit zwischen Institutionen und Gebieten ein und schlägt eine Reflexion über die Verbreitung und Wirkung der Fotografie im 20.
Der Titel greift eine Überlegung von Eisenstaedt selbst auf, die sich auf das Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg bezieht, eine Zeit, die von intensiver kultureller Vitalität geprägt war. In diesem Kontext wurde der Fotograf ausgebildet und begann seine Tätigkeit in einem Umfeld, das zwischen der malerischen Tradition und den neuen Möglichkeiten der Reportage lag. Seine Karriere entwickelte sich zwischen dem Europa der 1920er Jahre und den Vereinigten Staaten der 1930er Jahre, wohin er 1935 dauerhaft übersiedelte.
In den Vereinigten Staaten begann Eisenstaedt eine lange Zusammenarbeit mit der Zeitschrift Life, die über dreißig Jahre andauerte. In dieser Zeit produzierte er mehr als 2.500 Fotoshootings und über neunzig Titelseiten und trug damit wesentlich zum Aufbau der visuellen Bilderwelt des 20. Jahrhunderts bei. Jahrhunderts bei. Sein Werk zeichnet sich durch die Fähigkeit aus, verschiedene Kontexte und Themen zu verbinden und dabei eine stilistische Kohärenz und einen direkten Zugang zum Thema zu bewahren.
Zu seinen bekanntesten Bildern gehört die Aufnahme vom 14. August 1945 auf dem Times Square, bekannt als V-J Day in Times Square, die den plötzlichen Kuss zwischen einem Matrosen und einer Krankenschwester während der Feierlichkeiten zum Ende des Zweiten Weltkriegs zeigt. Das Bild ist zu einer der bekanntesten Fotografien des Jahrhunderts geworden und symbolisiert einen bestimmten historischen Moment und seine mediale Darstellung. Die Ausstellung zeichnet auch die Arbeit in Europa zwischen den beiden Kriegen nach und dokumentiert die Spannungen, die dem Aufstieg des Nationalsozialismus vorausgingen. Dazu gehört unter anderem das bekannte Porträt von Joseph Goebbels, das den Fokus des Fotografen auf Schlüsselfiguren im politischen Kontext bezeugt. Neben diesen Bildern zeigt die Ausstellung auch intimere Motive aus dem Bereich des Tanzes und des Theaters, die mit einer malerischen Sensibilität beobachtet wurden.
In den Vereinigten Staaten richtete Eisenstaedt sein Augenmerk auf die zeitgenössische Gesellschaft, die er mit Bildern beschrieb, die von Ironie und Dynamik geprägt waren. Die Reportagen, die er in Äthiopien und Japan anfertigte, erweiterten den Rahmen seiner Untersuchungen und behandelten Themen wie Konflikte, Wiederaufbau und soziale Veränderungen nach dem Zweiten Weltkrieg. Ein wichtiger Teil seiner Produktion besteht aus Porträts von Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft und Unterhaltung.
Zu den fotografierten Personen gehören Albert Einstein, J. Robert Oppenheimer, Marilyn Monroe und Sophia Loren. Diese Bilder verdeutlichen Eisenstaedts Fähigkeit, eine unmittelbare Beziehung zu den Protagonisten aufzubauen und oft unkonventionelle Aspekte von ihnen wiederzugeben. Das auf zwei Ausstellungsorte aufgeteilte Ausstellungsprojekt schlägt eine Interpretation vor, die sich nach thematischen und chronologischen Schwerpunkten entwickelt und einen umfassenden Blick auf Eisenstaedts Werk bietet.
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| Eisenstaedt zwischen Abano Terme und Venedig: zwei Schauplätze, um das 20. |
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