Am Gedenktag schuf AleXsandro Palombo ein neues Wandbild mit dem Titel " Die Erinnerung reicht nicht mehr aus", das Primo Levi und Anna Frank an der Wand des Caserma Montello in Mailand zeigt. Das neue Wandbild erschien auf den Überresten der Werke, die den Shoah-Überlebenden Liliana Segre, Edith Bruck und Sami Modiano gewidmet waren und durch antisemitische Aktionen und Schriften verunstaltet worden waren.
Mit Die Erinnerung reicht nicht mehr aus will Palombo diese vom antijüdischen Hass verwundeten Mauern in eine Geste der Anklage und des Nachdenkens über die Bedeutung der Erinnerung in der Gegenwart verwandeln. Das Werk zeigt Primo Levi und Anne Frank auf dem Boden sitzend, beide tragen die Uniform der Auschwitz-Deportierten und den gelben Stern auf ihrer Brust. Ihre Blicke sind nach oben gerichtet, wo sich eine Art symbolisches Gewölbe aus Dutzenden von gelben Sternen mit der Aufschrift “Jude” öffnet. In der Mitte, auf weißem Grund, erscheint der Satz Die Erinnerung reicht nicht mehr aus". Die herabtropfende weiße Farbe, die absichtlich sichtbar gelassen wird, wird Teil des Werks und die Auslöschung der Narbe wird zu einer symbolischen Geste, die einen Akt des Hasses in eine Einladung zur Verantwortung verwandelt.
Der Titel des Werks spielt auf einehistorische Dringlichkeit an, die nicht länger aufgeschoben werden kann. Je mehr die direkten Zeugen der Shoah verschwinden, desto brüchiger wird die Erinnerung. Das Wandbild folgt im Idealfall den Worten von Primo Levi: “Es ist geschehen, also kann es wieder geschehen”, und von Anne Frank: “Was geschehen ist, kann nicht ausgelöscht werden, aber es kann verhindert werden, dass es wieder geschieht”. Palombo nimmt diese Mahnungen auf und übersetzt sie in eine zeitgenössische Botschaft.
Der Künstler wählt die öffentliche Kunst als Instrument des kollektiven Bewusstseins und verwandelt den städtischen Raum in einen Ort der aktiven und gemeinsamen Erinnerung. Die Intervention appelliert an die individuelle und kollektive Verantwortung, fordert uns auf, nicht gleichgültig zu bleiben, und erinnert uns daran, dass der Kampf gegen den Antisemitismus die gesamte Gesellschaft betrifft.
Im Jahr 2025 erwarb das Shoah-Museum in Rom die Werke Antisemitismus, Wiederholung der Geschichte und Der Davidstern von Palombo, die nun vor dem Portico d’Ottavia ausgestellt sind, für seine Sammlung. Die Werke, die Liliana Segre, Sami Modiano und Edith Bruck gewidmet sind, stellen einen der wichtigsten und anerkanntesten Kerne des Engagements des Künstlers im Kampf gegen den Antisemitismus dar.
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| Mailand, ein neues Wandgemälde an der durch antisemitische Aktionen verunstalteten Wand: es zeigt Primo Levi und Anne Frank |
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