Vom 21. Februar bis 12. April 2026 zeigt das MuSa Museo di Salò (Brescia) die Ausstellung Die letzten Tage. Der Adamello-Gletscher in den Fotografien von Michele Gusmeri, ein vom italienischen Alpenverein, Sektion Brescia, gefördertes Ausstellungsprojekt, das der größten Gletscherkonzentration in den italienischen Alpen gewidmet ist. Die Initiative ist Teil des Internationalen Jahres zum Schutz der Gletscher, das die UNESCO gemeinsam mit der Weltorganisation für Meteorologie für das Jahr 2025 ausgerufen hat, um auf den raschen Schwund der Gletscher aufgrund von Klima- und Umweltveränderungen zu reagieren, dessen Auswirkungen zum Teil noch unvorhersehbar sind.
Die Ausstellung versammelt dreiunddreißig Fotografien von Michele Gusmeri (Brescia, 1984), die dem Adamello-Gletscher gewidmet sind und seinen Rückzug und gleichzeitig seine landschaftliche Dimension dokumentieren. Das Projekt entstand in künstlerischer und dokumentarischer Absicht: Es sollte einen historischen Moment festhalten, in dem die Veränderung der Gletschermasse beschleunigt und sichtbar wird. Die Bilder geben einen Zustand wieder, den der Autor als die extreme Phase eines jahrhundertealten Zyklus identifiziert und damit die Idee einer zeitlichen Schwelle suggeriert. Der Gletscher wird als ein natürlicher Körper in fortschreitender Verkleinerung betrachtet, aber auch als ein zentrales Element des ökologischen Gleichgewichts von Höhenlage und Wasserreserven.
Die Wahl der Technik ist einer der zentralen Aspekte des Projekts. Gusmeri arbeitete mit einer großformatigen 8x10"-Analogkamera, wobei er das belichtete Papiernegativ durch historische fotografische Objektive hindurch verwendete. Das verwendete Hauptobjektiv ist ein Auzoux & Français 300mm f/4 Petzval, das 1863 in Paris hergestellt wurde, dem Gründungsjahr des italienischen Alpenvereins.
Das verwendete Verfahren besteht in der Verwendung von lichtempfindlichem Fotopapier, das direkt in das Gehäuse der Fachkamera eingelegt wird. Im Vergleich zu modernen Filmen hat das Papier eine sehr geringe Empfindlichkeit, was die Verwendung antiker Objektive ohne Verschluss ermöglicht. Das Ergebnis ist eine Ausbeute, die sich durch weiche Tonwerte und eine malerische Komponente auszeichnet, die auf die Porträtobjektive des späten 19. Jahrhunderts zurückgeht, ein Bereich, in dem der Fotograf im Laufe der Jahre eine spezifische formale Forschung entwickelt hat.
Die Negative wurden direkt auf dem Gletscher en plein air (unter freiem Himmel) entwickelt. Für die Expedition musste nicht nur die Fotoausrüstung in die Höhe transportiert werden, sondern auch das gesamte Material für die chemische Entwicklung: Becken, Chemiker, Tanks, Zangen, Rotlicht, Wasser und ein tragbares Dunkelkammerzelt. Am Ende der Höhenoperationen wurden die Papiernegative digital erfasst; die endgültigen Abzüge wurden im Großformat mit einer Fine-Art-Pigmenttechnik auf metallisiertem Papier aus 100 % Baumwolle in Museumsqualität hergestellt. Ein kurzer Film, der die verschiedenen Etappen der Expedition dokumentiert, von der technischen Vorbereitung bis zur Arbeit auf dem Gletscher, wird ebenfalls präsentiert. Der Film ist von den professionellen Regisseuren Matteo Sandrini und Paolo Guarneri unterzeichnet, die den gesamten Prozess der Bilderstellung vor Ort verfolgt haben.
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| Adamello, die letzten Tage des Gletschers in den Fotografien von Michele Gusmeri |
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