Der vierte Bericht Collectors and the Value of Art in Italy 2026, der von Intesa Sanpaolo Private Banking in Zusammenarbeit mit der Abteilung Kunst, Kultur und historisches Erbe und der Forschungsabteilung der Gruppe erstellt und von Allemandi veröffentlicht wurde , wurde am 15. April in Mailand vorgestellt. Das Observatorium bestätigt sich als ein fortlaufendes Analyseinstrument für die Dynamik des italienischen Sammlerwesens und des Kunstmarktes, mit dem erklärten Ziel, einen aktuellen Überblick über einen Sektor zu bieten, in dem wirtschaftliche, kulturelle und patrimoniale Werte miteinander verflochten sind.
Der Bericht analysiert die Entwicklung des internationalen und italienischen Marktes in den letzten zwei Jahren und zeigt einen sich verändernden Kontext auf. Im Jahr 2025 stieg der weltweite Kunstumsatz im Vergleich zu 2024 um 4 %, lag aber immer noch unter dem Niveau von 2023. Diese Zahl wird als Zeichen eines strukturellen Wandels in den Konsummustern und in der Beziehung zwischen Kunst und Markt interpretiert, wobei die Grenzen im Vergleich zum Luxussektor zunehmend verschwimmen. In einem Szenario, das von geopolitischen Spannungen, Inflation und finanzieller Unsicherheit geprägt ist, zeigen die internationalen Sammler eine wachsende Vorliebe für historisierende Werke von musealer Qualität, die sich durch Seltenheit auszeichnen und als stabiler gelten als die spekulative Dynamik.
Die Erholung des Welthandels, die sich vor allem auf die zweite Hälfte des Jahres 2025 konzentrierte, wurde durch die Präsenz hochkarätiger Sammlungen auf dem Markt unterstützt, darunter die von Leonard Lauder für moderne Kunst und die von Mr. und Mrs. Sanders für Alte Meister. Die Erholung war jedoch uneinheitlich. Das Segment der ultra-zeitgenössischen Kunst verzeichnete einen Rückgang von 39 %, während die zeitgenössische Kunst um 12,3 % und die Nachkriegskunst um 17,7 % zurückging. Die Moderne widersetzte sich dem Trend und legte um 19,4 % zu, und das Segment der Impressionisten verzeichnete einen Zuwachs von 80,4 %, vor allem dank bedeutender Verkäufe von Werken Gustav Klimts, darunter das Porträt von Elisabeth Lederer, das einen neuen Rekord aufstellte. Die Alten Meister legten um 68,7 % auf 282,5 Mio. $ zu und erreichten damit fast das Niveau von 2015. Den Untersuchungen zufolge ist dieses Phänomen auch auf einen Generationswechsel bei den Käufern zurückzuführen, mit einer signifikanten Präsenz von Millennials.
Der Markt ist nun wählerischer und konzentriert sich zunehmend auf die Qualität der Werke, ihre Herkunft und ihre Fähigkeit, einen Dialog mit der Gegenwart zu führen. Gleichzeitig ist ein starker Rückgang des NFT-Sektors zu verzeichnen, der in den letzten fünf Jahren rund 90 % seines Wertes verloren hat, was eine Neudefinition der spekulativen Erwartungen im digitalen Bereich bedeutet.
Die von Intesa Sanpaolo in Zusammenarbeit mit Artissima bei 303 Sammlern durchgeführte Studie zeigt ein reifes und bewusstes Profil der italienischen Sammler. Das Interesse konzentriert sich vor allem auf die zeitgenössische Kunst, insbesondere auf Künstler, die nach 1945 geboren wurden, wobei eine Öffnung gegenüber der modernen Kunst und der Nachkriegskunst beibehalten wird Die Sammlungen werden im Laufe der Zeit strukturiert und entwickelt, wobei ein Ansatz verfolgt wird, der das Studium, die Kontinuität und die Auswahl bevorzugt. Ein starker Fokus auf die nationale Produktion ist ebenfalls offensichtlich, mit einer Dominanz italienischer Künstler in den Sammlungen.
Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten zeigt der Bericht eine mittlere bis hohe Kaufkraft. 30 % der Sammler gaben an, mindestens einmal mehr als 500 000 € für ein einzelnes Werk ausgegeben zu haben, 18 % sogar mehr als eine Million. Der Gesamtwert der Sammlungen lag in 55 % der Fälle zwischen 100.000 und 1.000.000 Euro, während 18 % mehr als 1 Million Euro ausgaben. Neben dem wirtschaftlichen Wert unterstreicht die Untersuchung das Gewicht der immateriellen Elemente wie die symbolische Bedeutung, die emotionale Bindung und die Identitätsdimension der Sammlungen.
Ein wichtiges Element ist die Ausweitung des Begriffs des Sammelns selbst. Es besteht ein wachsendes Interesse an Kategorien, die mit Kunstwerken zusammenhängen, wie Design, Bücher, Schmuck, Uhren, Antiquitäten, aber auch an Segmenten wie Wein, Spirituosen, Oldtimern und Motorrädern, Sportmemorabilien und Mode. Das Sammeln nimmt somit eine transversale Dimension an, in der Ästhetik, Seltenheit und erzählerischer Wert zusammenkommen.
Der Bericht widmet sich auch dem Thema der Vielfalt. Obwohl die Präsenz von Künstlerinnen und nicht-westlichen Künstlern in den Sammlungen nach wie vor gering ist, gibt es Anzeichen für einen Wandel. Einige Sammler geben an, dass sie in den letzten zehn Jahren vermehrt weibliche Werke erworben haben, was auf eine fortschreitende Entwicklung der Marktsensibilitäten und -entscheidungen hindeutet.
Ein weiteres Kapitel betrifft das private Erbe und die historischen Wohnsitze, die als Instrumente der Weitergabe kultureller Werte und als Elemente der Identität und des Territoriums interpretiert werden. Der Generationswechsel wird als einer der heikelsten Momente in der Verwaltung von Sammlungen bezeichnet, in dem Kontinuität, Erhaltung und Veräußerung miteinander verwoben sind und in dem das Sammeln auch als ein Gleichgewicht zwischen affektiver Dimension und patrimonialer Verantwortung definiert wird. Schließlich widmet sich die Untersuchung den Sammlungen von Intesa Sanpaolo und der Gallerie d’Italia, die als ein Modell für die Integration von Wirtschaft, Kultur und sozialer Verantwortung gilt. Die Rolle der Kunstberatung von Intesa Sanpaolo Private Banking, die Kunden bei der Aufwertung und Weitergabe ihrer Sammlungen mit einem Ansatz unterstützt, der künstlerische und patrimoniale Kompetenzen verbindet, wird ebenfalls untersucht.
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| Intesa Sanpaolo: wachsender Kunstmarkt in Richtung Qualität, Raritäten und neue Sammler |
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