Eine Oper von Ernesto Tatafiore zur Eröffnung der Opernsaison am Teatro alla Scala


Eine Oper von Ernesto Tatafiore zum Auftakt der Opernsaison am Mailänder Teatro alla Scala wird am 7. Dezember mit Andrea Chénier von Umberto Giordano eröffnet.

Am 7. Dezember eröffnet das Teatro alla Scala in Mailand seine Opernsaison mit “Andrea Chénier” von Umberto Giordano. Für das Plakat wurde ein vom neapolitanischen Maler Ernesto Tatafiore signiertes Porträt von Chénier gewählt. Der Künstler verwendete die Farben der französischen Flagge, Blau, Rot und Weiß, um die Schicksalsschläge des von der Revolution von 1789 überwältigten Dichters zu schildern.

Diese Art der Darstellung ist für Tatafiore nicht neu: Andere seiner Werke sind von Helden bevölkert(Robespierre, Mozart, Maradona, Danton, Masaniello, Tugend, Freiheit) oder erzählen von großen historischen Ereignissen oder den ständigen Wechselfällen der Menschheit, jedoch außerhalb einer logisch-konsequenten historischen Erzählung, eher als Traum oder kontinuierlicher Fluss. Bereits 2015 unterzeichnete der Künstler ein Manifest für Mario Martone (der bei Chénier Regie führt). Damals ging es um den “Tod von Danton”, ein Stück von Georg Büchner, das in Turin aufgeführt wurde.

Ernesto Tatafiore, 1943 in Neapel geboren, arbeitet noch immer in seiner Heimatstadt und hatte 1969 seine erste Einzelausstellung in der Galerie von Lucio Amelio. Achille Bonito Oliva bezeichnete sein Werk damals als “neoaufklärerisch”, da es auf eine ethische Verbindung zwischen Kunst und Geschichte abzielte.

Eine Oper von Ernesto Tatafiore zur Eröffnung der Opernsaison am Teatro alla Scala
Eine Oper von Ernesto Tatafiore zur Eröffnung der Opernsaison am Teatro alla Scala




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