Forte dei Marmi, Villa Bertelli eröffnet das Wohnzimmer von Mino Maccari mit einer Ausstellung


In der Villa Bertelli erzählt eine kostbare Auswahl von Werken aus der Sammlung der Maccari-Erben mehr als vierzig Jahre des Schaffens von Mino Maccari, darunter Malerei, Zeichnung und Schriftstellerei, in einer intimen Reise, die mit der ständigen Sammlung des Museums in Dialog tritt.

Bis zum 6. Januar 2026 ist in den Räumen der Villa Bertelli in Forte dei Marmi eine Ausstellung zu sehen, die den Besucher auf eine Reise in das kreative Universum von Mino Maccari (Siena, 1898 - Rom, 1989) mitnimmt. Unter dem Titel Die Sammlung Maccari. Nel mio salotto, kuratiert von Davide Pugnana, präsentiert die Ausstellung eine Anthologie von Werken aus der Sammlung der Erben des Künstlers und bietet dem Publikum die Möglichkeit, die Jahrzehnte des malerischen, grafischen und erzählerischen Schaffens einer der freiesten und am wenigsten klassifizierbaren Figuren der italienischen Kunst des 20.

Der für die Ausstellung gewählte Titel bezieht sich auf einen immer wiederkehrenden Ort in Maccaris Vorstellung: den Salon. Ein Raum häuslicher Intimität, gemütlich und gedämpft, der zu einer Metapher für eine private Dimension wird, aber gleichzeitig ein privilegiertes Observatorium der menschlichen Komödie ist. In diesem Mikrokosmos, inmitten von Schatten und Stille, konzentrieren sich nicht nur die Werke, sondern auch das Gedächtnis des Künstlers selbst. Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen, Tagebücher und Briefe drängen sich wie unbewegliche, zeitresistente Präsenzen aneinander und bilden eine visuelle und verbale Landschaft, die die Weite und Komplexität von Maccaris Schaffen wiedergibt.

Die Ausstellung deckt eine große Zeitspanne ab, von den 1930er bis zu den 1970er Jahren. Ein ausgedehnter chronologischer Scan, der es uns ermöglicht, die Entwicklung der Sprache des Künstlers und gleichzeitig die überraschende Beständigkeit eines Blicks zu erfassen, der fähig ist, tiefgreifend unterschiedliche künstlerische Epochen zu durchqueren, ohne jemals seine eigene Identität zu verlieren. Die ausgestellten Werke treten auch in einen Dialog mit der ständigen Sammlung des Museums Quarto Platano, das in den Räumen der Villa Bertelli untergebracht ist, wodurch die Verbindung zwischen der temporären Ausstellung und dem ständigen Erbe des Ausstellungsortes verstärkt wird.

Mino Maccari, Lady Godiva (1958; Öl auf Karton, 55 x 45 cm; Forte dei Marmi, Villa Bertelli)
Mino Maccari, Lady Godiva (1958; Öl auf Karton, 55 x 45 cm; Forte dei Marmi, Villa Bertelli)

Der 1898 in Siena geborene und 1989 in Rom verstorbene Mino Maccari war Zeichner, Maler und Graveur, Protagonist einer langen künstlerischen Karriere, die ihn fast das ganze Jahrhundert hindurch begleitete. Maccari, der die Linie beherrschte und ein Meister der formalen Synthese war, verstand es, eine bissige und satirische Handschrift mit einer scharfen und unerbittlichen Beobachtungsgabe für die Laster und Macken der Gesellschaft zu verbinden. Sein ironischer und manchmal grimmiger Blick führte zu einer Galerie von Figuren, die noch heute die kollektive Vorstellungskraft bevölkern.

Die Ausstellung will die ganze Vielfalt dieses ikonografischen Universums wiederherstellen. Sie zeigt die berühmten weiblichen Figuren, die so genannten heiteren und melancholischen Jungfrauen, auf Absätzen stehend und in augenzwinkernde Strümpfe gehüllt, zwischen Koketterie und Unruhe. Neben ihnen paradieren Hierarchen, die durch plötzliche Ausschläge der Feder deformiert werden, Bürokraten, stolzierende oder geschrumpfte Diktatoren, von Napoleon bis Mussolini, beobachtet mit einem Blick, der die Macht durch Ironie und Karikatur entlarvt.

Ein wichtiges Kapitel in Maccaris Werk ist den Porträts von Freunden, Künstlern und Literaten gewidmet, die mit einem skurrilen und karikierenden Blick aufgenommen wurden. Die Ausstellung zeigt Spuren dieser Welt der intellektuellen Beziehungen, zu der Persönlichkeiten wie Flaiano, Morandi, De Chirico, Longanesi, Soffici, Soldati, Brancati, Baldini, Moravia, Longhi und Anna Banti, Oppo, Cardarelli, Malaparte, Ungaretti und viele andere gehören. Porträts, die niemals bloße Abbilder sind, sondern psychologische und erzählerische Interpretationen, die in der Lage sind, das Wesen der Personen durch das Zeichen zu erfassen.

Der Mikrokosmos der familiären Zuneigung fehlt nicht, vor allem in den Porträts von Annie und ihren Kindern, wo der Strich intimer und partizipatorischer wird, ohne die ironische Spannung zu verlieren, die sich durch ihr gesamtes Werk zieht. Neben den Porträts bietet die Ausstellung kollektive Szenen, die von der alltäglichen Leichtigkeit des Balletts und des Salons, belebt durch ein schwatzhaftes und theatralisches Gewimmel, bis hin zu den dramatischeren Bildern von Schießereien reichen. Von der Umarmung der Liebenden bis hin zu den phantastischen Erscheinungen von Satyrn und Teufeln bewegt sich Maccaris Werk ständig zwischen verschiedenen Registern und pendelt zwischen Komödie und Tragödie.

Maccaris Stärke liegt auch in seiner Fähigkeit, die künstlerischen Strömungen des 20. Jahrhunderts zu durchqueren, ohne sich jemals vollständig einer von ihnen anzuschließen. Der Künstler, der zur Generation von Carrà, De Pisis und Morandi gehört, erlangte schon bald einen festen Platz im Kanon der zeitgenössischen italienischen Kunstgeschichte. Er durchlief Phasen, die von poetischen Brüchen, Rückkehr zur Ordnung, stilistischen Traumata und Nachgedanken geprägt waren, ohne sich jemals von flüchtigen Moden, ideologischen Schulen oder vorher festgelegten ästhetischen Katechismen einschränken zu lassen.

Forte dei Marmi, Villa Bertelli eröffnet das Wohnzimmer von Mino Maccari mit einer Ausstellung
Forte dei Marmi, Villa Bertelli eröffnet das Wohnzimmer von Mino Maccari mit einer Ausstellung


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