Von Isgrò bis Cattelan, in Treviso eine Ausstellung über Europa in der Gegenwart


Vom 15. Oktober bis zum 11. Dezember 2022 wird in drei Museen in Treviso die Ausstellung "Europa fällt nicht vom Himmel. Reflexionen durch zeitgenössische Kunst", eine Reflexion über Europa in der Gegenwart mit Werken großer zeitgenössischer Künstler, von Emilio Isgrò bis Maurizio Cattelan.

In Treviso präsentiert die Fondazione Imago Mundi in Zusammenarbeit mit der Stadt Treviso von Samstag, 15. Oktober bis Sonntag, 11. Dezember 2022 die Ausstellung L’Europa non cade dal cielo. Reflexionen durch zeitgenössische Kunst, eine Ausstellung, die eine Reflexion über unseren Kontinent in der heutigen Zeit, seine Herausforderungen und Möglichkeiten bieten soll. Die Ausstellung entwickelt sich als Rundgang durch die Stadt Treviso und umfasst vier Ausstellungsorte: die Gallerie delle Prigioni, Ca’ Scarpa, Casa Robegan und das Museo Luigi Bailo.

Europa fällt nicht vom Himmel präsentiert eine Auswahl von Werken von zwanzig Künstlern: Matthew Attard, Gabriele Basilico, Maurizio Cattelan, Jasmina Cibic, Braco Dimitrijević, Claire Fontaine, Olexa Furdiyak, Marco Godinho, Dan Halter, Emilio Isgrò, Yurii Ivantsyk, Annette Lemieux, Richard Mudariki, Arcangelo Sassolino, Santiago Sierra, Giulio Squillacciotti, Slavs and Tatars, Giuseppe Stampone, Paolo Ventura und Dominique White. Mit unterschiedlichen künstlerischen Praktiken (von der Installation bis zur Malerei, vom Ton über die Fotografie bis zum Video) laden die Künstler der Ausstellung dazu ein, über die heute in Europa diskutierten Themen nachzudenken.

Ergänzt werden diese Werke durch eine Auswahl von über 40 Werken aus der Sammlung Imago Mundi, die den europäischen Ländern gewidmet sind. Die ausgestellten Werke im Format 10x12 cm tragen dazu bei, den vielfältigen und faszinierenden Reichtum der visuellen und konzeptionellen Kultur unseres Kontinents zum Ausdruck zu bringen, der sich vom Mittelmeer bis zur Arktis erstreckt.

Der Titel der Ausstellung ist von einem Text von Altiero Spinelli inspiriert, der von vielen als einer der Väter des europäischen Föderalismus angesehen wird und in seinen Schriften nach dem Zweiten Weltkrieg einige der damals drängenden und auch heute noch aktuellen Fragen darlegt und vorwegnimmt, wie die Schaffung und Entwicklung einer europäischen Identität, die Verwaltung der Energiequellen, die Rolle der europäischen Diplomatie auf dem internationalen Schachbrett und das Engagement für den Frieden. Die Ausstellung soll dazu beitragen, über die Identität des heutigen Europas nachzudenken, auch angesichts der Herausforderungen, mit denen es in den letzten Jahren konfrontiert war: von den Migrationsströmen bis zum Gesundheitsnotstand, von der Klimakrise bis zu geopolitischen Ereignissen und den jüngsten Konflikten. Um diese Diskussion zu vertiefen, umfasst die Ausstellung auch einen Kalender mit Gesprächen mit Journalisten, Wissenschaftlern und Experten für internationale Politik. Sie sollen dazu beitragen, die Bedeutung von Gemeinschaft über nationale und europäische Grenzen hinweg zu verstehen. Das erste Treffen mit dem Titel “Wie der Krieg die Welt verändert” findet am Montag, den 17. Oktober um 18 Uhr im Palazzo dei Trecento in Treviso mit Lucio Caracciolo, Direktor des Limes, statt.

In der Gallerie delle Prigioni wird über die europäische kulturelle Identität nachgedacht, wobei die Sammlungen von Imago Mundi den Ländern der östlichen Region gewidmet sind. Alle Werke zeigen, dass Europa seit jeher ein Schmelztiegel von Kulturen, Sprachen und Traditionen ist, die nebeneinander existieren und gleichzeitig Dissonanzen und Konflikte hervorrufen, wenn hybride Realitäten zum Zusammenleben gezwungen werden.

Bei Ca’ Scarpa steht das Konzept der Begegnung zwischen verschiedenen Kulturen, zwischen Nord und Süd, im Mittelpunkt und findet seinen Ausdruck in Stadium, einem Werk von Maurizio Cattelan, das hier dreißig Jahre nach seiner letzten Ausstellung in Italien präsentiert wird: ein über 6 Meter langer Tischfußball mit 22 Positionen, 11 auf jeder Seite, der durch künstlerische Happenings aktiviert wird, bei denen sich zwei Mannschaften gegenüberstehen. Ergänzt wird die Ausstellung durch die Sammlungen von Imago Mundi, die Nordeuropa gewidmet sind.

In der Casa Robegan liegt der Schwerpunkt auf dem Mittelmeerraum mit den Imago Mundi-Sammlungen der angrenzenden Länder. Hier wird die Erforschung der mentalen und physischen Grenzen des europäischen Kontinents vorgeschlagen, wobei das Meer seit jeher eine Barriere darstellt, die einerseits die Reise stoppt, andererseits aber auch neue Horizonte eröffnet.

Schließlich beherbergt das Museum Luigi Bailo dieItalien gewidmete Sammlung Imago Mundi, die neben der aktuellen Ausstellung über Antonio Canova einen idealen roten Faden bildet, der die neoklassische mit der zeitgenössischen Kunst verbindet und das künstlerische Genie und die Kreativität unseres Landes feiert.

Bild: Emilio Isgrò, Europa Q99 (Rom, Sammlung Emiliano und Ottavia Cerasi)

Von Isgrò bis Cattelan, in Treviso eine Ausstellung über Europa in der Gegenwart
Von Isgrò bis Cattelan, in Treviso eine Ausstellung über Europa in der Gegenwart




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