Wichtige archäologische Entdeckungen wurden in Umbrien gemacht, wo die jüngsten Funde in Carsulae (Terni) dazu beitragen, das Wissen über eines der wichtigsten römischen Zentren der Region neu zu schreiben und eine neue Phase der Aufwertung des gesamten archäologischen Gebiets einzuleiten. In Carsulae sind nämlich neue und verfeinerte Mosaikböden einer großen römischen Residenz direkt über dem Forum, der so genannten domus dei mosaici, aufgetaucht, die Gegenstand der jüngsten Ausgrabungskampagnen waren.
Die archäologischen Untersuchungen, die 2017 begannen, wurden mit finanzieller Unterstützung der Fondazione Cassa di Risparmio di Terni e Narni durchgeführt und von der Associazione Astra ONLUS im Rahmen einer Ministerialkonzession durchgeführt. Im Laufe dieser Jahre der Forschung wurde eine ausgedehnte, auf das Ende des 1. Jahrhunderts v. Chr. datierte Domus ans Licht gebracht, die in Empfangsräume, Peristyls, Nymphäen und einen komplexen privaten Spa-Bereich unterteilt ist. Es handelt sich um eine Residenz von beträchtlicher Größe und Wert, die die zentrale Rolle von Carsulae im römischen Stadt- und Territorialsystem bezeugt.
Die entdeckten Mosaike, die in Schwarz-Weiß ausgeführt sind und sich durch geometrische Dekorationen in einem außerordentlich guten Erhaltungszustand auszeichnen, dokumentieren das hohe architektonische und dekorative Niveau des Gebäudes. Die bisher untersuchten Mosaikflächen decken etwa die Hälfte der Gesamtausdehnung der Domus ab, was die Möglichkeit weiterer Entdeckungen in noch zu erforschenden Bereichen nahelegt. Die Qualität der Dekorationen und der Erhaltungszustand der Fußböden leisten einen wichtigen Beitrag zum Verständnis des Wohnungsbaus in der späten republikanischen Zeit in Umbrien.
Die letzte Ausgrabungskampagne, die im Sommer 2025 durchgeführt wurde, ermöglichte die Identifizierung einer zweiten Phase im Leben der Domus. In dieser Phase wurde der ursprüngliche Grundriss um einen Thermalkomplex erweitert, der in Frigidarium, Tepidarium und Calidarium unterteilt war, Räume, die mit einem Hypokaustensystem zur Beheizung ausgestattet waren. Neben dem Thermalbereich sind weitere Wohnräume entstanden, die sich ebenfalls durch große Mosaikflächen auszeichnen, was die Kontinuität der Nutzung und die Anpassung der Residenz an die Wohn- und Repräsentationsmodelle späterer Epochen bestätigt.
Parallel zu den Ausgrabungen wurden Konsolidierungs- und Restaurierungsarbeiten an den Fußböden und den wichtigsten bei den Untersuchungen gefundenen Materialien durchgeführt. Derzeit sind die Mosaike abgedeckt, um ihre ordnungsgemäße Erhaltung zu gewährleisten, bis die Strukturen errichtet sind, die eine öffentliche Nutzung unter sicheren und mikroklimatischen Bedingungen ermöglichen. Der präventive Schutz ist ein grundlegender Schritt, um die Erhaltung von Oberflächen zu gewährleisten, die, sobald sie freigelegt sind, einer sorgfältigen Kontrolle bedürfen.
Die archäologische Entdeckung wird nun von einer bedeutenden Investition zur Aufwertung der Stätte flankiert. Mit einer Gesamtfinanzierung von mehr als 2,3 Millionen Euro, die durch ein Dekret des Kulturministeriums unter Alessandro Giuli bereitgestellt wurde, hat die Planung eines umfangreichen Interventionsplans begonnen. Das Programm umfasst den Bau einer Schutzabdeckung für die Mosaike der Domus und die vollständige Renovierung des Besucherzentrums im archäologischen Bereich.
Damit wird ein zweifaches Ziel verfolgt: Zum einen sollen die Mosaikböden, die aus konservatorischen Gründen abgedeckt sind, endlich für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, und zum anderen sollen die Zugänglichkeit und die Qualität der Besichtigung der Stätte deutlich verbessert werden. Der neue Belag wird es ermöglichen, die dekorierten Flächen vor Witterungseinflüssen zu schützen und gleichzeitig einen nahen und kontinuierlichen Blick auf die Mosaike zu gewährleisten. Die Renovierung des Besucherzentrums hingegen wird ein aktualisiertes Instrumentarium zum Verständnis des historischen und städtischen Kontextes von Carsulae bieten.
An dem Projekt ist ein breites institutionelles und wissenschaftliches Netz beteiligt. So sind die Nationalmuseen von Umbrien, die Soprintendenza Archeologica, Belle Arti e Paesaggio dell’Umbria, die Stadtverwaltung von Terni und die Universität von Perugia in Zusammenarbeit mit der Fondazione Cassa di Risparmio di Terni e Narni beteiligt. Die Synergie zwischen den Schutzeinrichtungen, den akademischen Institutionen und den lokalen Gegebenheiten stellt ein strategisches Element dar, um ein integriertes Management der Forschungs-, Erhaltungs- und Aufwertungsaktivitäten zu gewährleisten.
Eine weitere ministerielle Finanzierung in Höhe von 340.000 Euro, die für das Jahr 2026 vorgesehen ist, wird dazu beitragen, diesen Weg zu stärken, um die Aufwertungsmaßnahmen durch die Schaffung neuer didaktischer Mittel und die Verbesserung der der Öffentlichkeit angebotenen Dienstleistungen zu verbessern. Die Integration von modernen Informationsinstrumenten und Dienstleistungen, die auf die Bedürfnisse der Besucher zugeschnitten sind, ist ein wesentliches Element, um die wissenschaftliche Entdeckung in eine kulturelle und touristische Chance für das Gebiet zu verwandeln.
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| Carsulae (Terni), neue Mosaike entdeckt, die die Geschichte der römischen Stadt neu schreiben |
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