Eine Ausstellung am Mailänder Flughafen Linate erzählt die tragische Geschichte von Charlotte Salomon


Im Rahmen der von der Stadt Mailand geförderten Initiativen zum Holocaust-Gedenktag wird im Check-in-Bereich des Flughafens Mailand-Linate eine Ausstellung über die tragische Geschichte von Charlotte Salomon gezeigt, einer jungen Berliner Künstlerin jüdischer Herkunft, die nach Auschwitz deportiert und dort ermordet wurde.

Im Rahmen der von der Stadt Mailand geförderten Initiativen zum Holocaust-Gedenktag 2026 präsentiert SEA Aeroporti di Milano in Zusammenarbeit mit derAssociazione Figli della Shoah die Ausstellung Charlotte Salomon. Eine künstlerische und menschliche Reise in die Zeit der Shoah, gewidmet der jungen Berliner Künstlerin jüdischer Herkunft, die von den Nazis verfolgt, nach Auschwitz deportiert und dort ermordet wurde.

Die Ausstellung ist vom 23. Januar bis zum 8. Februar imCheck-in-Bereich desMailänder Flughafens Linate zu sehen und wurde in Anwesenheit von Armando Brunini, CEO von SEA Aeroporti di Milano, Daniela Dana, Präsidentin der Associazione Figli della Shoah, Arianna Censi, Stadträtin für Mobilität der Stadt Mailand, und Wiltrud Kern, stellvertretende Generalkonsulin der Bundesrepublik Deutschland in Mailand, eröffnet. Die Ausstellung ist Teil des Engagements der SEA, Flughäfen nicht nur als Dienstleistungsinfrastrukturen aufzuwerten, sondern auch als Orte, die der Kultur offen stehen und in denen Projekte für ein breites und internationales Publikum stattfinden können. Das Ausstellungsprojekt ist aus der Zusammenarbeit zwischen Castelvecchi Editore und derAssociazione Figli della Shoah hervorgegangen und wird dank der freundlichen Genehmigung der Charlotte Salomon Stiftung realisiert.

Ziel der Ausstellung ist es, einen intensiven und fesselnden Blick auf das Leben und das Werk von Charlotte Salomon (Berlin, 1917 - Auschwitz, 1943) zu werfen und die tiefgreifende Verflechtung von persönlicher und kollektiver Geschichte, die ihr menschliches und künstlerisches Leben geprägt hat, hervorzuheben. Anhand einer Auswahl von Temperamalereien aus dem Zyklus Leben? oder Theater? wird der Besucher durch die wichtigsten Etappen der Biografie des Künstlers und seiner Familie geführt, vor dem Hintergrund der dramatischen Ereignisse, die Europa in den 1930er und 1940er Jahren erschütterten.

Charlotte Salomon, Selbstporträt (1940; Gouache auf Karton, 53,9 x 49,2 cm; Amsterdam, Joods Historisch Museum)
Charlotte Salomon, Selbstporträt (1940; Gouache auf Karton, 53,9 x 49,2 cm; Amsterdam, Joods Historisch Museum)

Die am 16. April 1917 in Berlin geborene Charlotte Salomon fand während ihrer Jahre der Flucht und des Exils in Südfrankreich zwischen Ende 1938 und 1943 zu einer Form des totalen Ausdrucks in der Kunst. In dieser Zeit realisierte sie mit Leben? Oder Theater?, ein monumentales Werk, das aus 781 Gemälden in Gouache-Technik besteht, die von handgeschriebenen Blättern und musikalischen Referenzen begleitet werden. Das Werk ist als theatralisches Drehbuch konzipiert, in dem sich Bilder, Worte und Musik zu einer Erzählung von außerordentlicher autobiografischer Kraft verflechten. In den farbintensiven Tafeln von Vita? Or Theatre? fließen die Erinnerungen an die Kindheit, an familiäre Ereignisse, die von einer Reihe schmerzlicher Todesfälle geprägt sind, an die allmähliche Eskalation des Antisemitismus, an die Verfolgung durch die Nazis, an das Exil in Frankreich, an den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs und an die deutsche Besatzung. Einzelne Geschichten verschmelzen mit großen historischen Ereignissen zu einem dramatischen und zugleich lebendigen Fresko, das auch heute noch aktuell ist.

Charlotte Salomon hat diese Tragödie nicht überlebt. Sie wurde am 7. Oktober 1943 nach Auschwitz deportiert und in den Gaskammern ermordet, zusammen mit dem fünf Monate alten Baby, das sie bei sich trug. Ihr Werk bleibt ein künstlerisches und menschliches Zeugnis von außergewöhnlichem Wert.

Eine Ausstellung am Mailänder Flughafen Linate erzählt die tragische Geschichte von Charlotte Salomon
Eine Ausstellung am Mailänder Flughafen Linate erzählt die tragische Geschichte von Charlotte Salomon



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