Vom 15. April bis 20. Juli 2026 zeigt der Louvre im Saal Napoléon die Ausstellung Michel-Ange/Rodin. Corps Vivants, kuratiert von Marc Bormand und Chloé Ariot und organisiert vom Musée du Louvre in Zusammenarbeit mit dem Musée Rodin.
Indem sie den menschlichen Körper als Mittelpunkt ihrer künstlerischen Forschung wählten, betrachteten Michelangelo und Rodin ihn als einen Organismus, der von einem tiefen Innenleben durchdrungen ist. Die beiden absoluten Protagonisten der abendländischen Bildhauerei treten im Idealfall in einen Dialog, der zu einer Konfrontation führt, die überraschende Gemeinsamkeiten und radikale Unterschiede aufzeigt. Die Werke von Michelangelo und Rodin, die von einer außergewöhnlichen Ausdrucksintensität beseelt sind, verkörpern sowohl die physische Kraft des Körpers als auch die Komplexität der Seele. Die Ausstellung bietet eine noch nie dagewesene Begegnung zwischen den beiden Meistern, indem sie die Kontinuitäts- und Bruchlinien ihres Schaffens erforscht und die Art und Weise hinterfragt, in der jeder von ihnen die bildhauerische Sprache seiner Zeit neu erfunden hat.
Die in fünf thematische Abschnitte gegliederte Ausstellung versammelt einen umfangreichen und vielfältigen Bestand an Werken, darunter Marmore, Bronzen, Gipsabgüsse, Terrakotten, Abgüsse und eine bedeutende Auswahl an grafischen Arbeiten. Dieses Ensemble ermöglicht es, sowohl die schöpferischen Prozesse als auch die theoretischen Überlegungen, die die Arbeit der beiden Künstler leiten, zu erforschen.
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen formale und konzeptionelle Fragen, die auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten: die innere Energie des Körpers sichtbar zu machen. Die menschliche Figur wird so als Schwelle zwischen Innerlichkeit und Äußerlichkeit konfiguriert, als sensible Hülle der Seele, als lebendige Materie, die von Zeit, Bewegung und der Geste des Künstlers geprägt ist.
Die Ausstellung hinterfragt auch dasErbe dieser Gesten und fragt, wie die Neuschreibung der Antike und die zentrale Rolle, die dem Körper zugeschrieben wird, den Weg für die Brüche und Experimente des 20. Jahrhunderts ebneten. Durch ein dichtes Netz von Verweisen, Anleihen und Neuinterpretationen bietet die Ausstellung eine einfühlsame Lektüre der Mythen von Michelangelo und Rodin und lädt dazu ein, die Bildhauerei nicht als einfachen Akt der Formgebung, sondern als wahres Laboratorium künstlerischer Innovation zu betrachten.
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| Michelangelo und Rodin im Dialog und Vergleich in einer Ausstellung im Musée du Louvre |
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