Luca Rossi ist der einzige Künstler unter 50 Jahren, der mit einem eigenen Werk am neuen Ausstellungsprogramm derOsteria Francescana teilnimmt, dem von Massimo Bottura geleiteten Restaurant, das international als einer der symbolträchtigsten Orte der zeitgenössischen gastronomischen Kultur gilt. Der Eintritt in das Ausstellungsprojekt stellt einen bedeutenden Schritt auf dem Weg des Kunstkollektivs dar, das in Botturas Sammlung auf Werke von Mario Schifano, Gino De Dominicis, Maurizio Cattelan, Elmgreen & Dragset und einigen anderen treffen wird.
Bei dem ausgewählten Werk handelt es sich um ein verborgenes Werk, das Teil einer Forschung ist, die Luca Rossi seit Jahren betreibt und die auf einer radikalen Prämisse beruht: Das Werk wird seiner unmittelbaren Verwirklichung entzogen, es wird geschützt, versteckt und sein Bedürfnis, gesehen zu werden, in Frage gestellt. Bei diesem Projekt verlagert sich der Schwerpunkt des Werks vom Sichtbaren zum Möglichen. Nicht das, was erscheint, definiert die Bedeutung des Werks, sondern das, was sein könnte, was auf einer mentalen und kritischen Ebene im Betrachter aktiviert wird, selbst wenn kein vollständiges Bild vorhanden ist. Die Aufnahme des Werks in den neuen Ausstellungsparcours der Osteria Francescana hat somit einen symbolischen und theoretischen Wert zugleich. In einem Kontext, der zu einer Ikone gastronomischer Exzellenz und einer Kulturwerkstatt geworden ist, führt das Werk zu einer Reflexion über die Beziehung zwischen Präsentation und Konsum, zwischen Erfahrung und Spektakularisierung. Wenn Botturas Restaurant im Laufe der Jahre das Konzept der Küche als kulturelle Sprache neu definiert hat, bringt Luca RossisHidden Work die Idee des Werks als Objekt, das gezeigt, fotografiert und geteilt werden kann, in Spannung.
Das Werk wurde bereits beim Preis der Marken in der von Giacinto Di Pietrantonio kuratierten Sektion vorgestellt. Nun setzt es seine Reise fort, indem es in einen Kontext eintritt, der nicht einfach nur Ausstellung, sondern symbolisch ist. Die Osteria Francescana ist nicht nur ein preisgekröntes und gefeiertes Restaurant, sondern auch ein Raum, in dem Kunst, Design, Küche und Erzählung in einem weltweit anerkannten Bauwerk ineinandergreifen. In diesem Szenario fungiert die Präsenz eines absichtlich versteckten Werks als ein Element der Diskontinuität und des Hinterfragens.
Luca Rossi ist seit Jahren eine hybride Figur in der zeitgenössischen Kunstszene. Als Künstler, Kollektiv, Blogger und Kritiker hat er eine komplexe Identität aufgebaut, die sich traditionellen Definitionen entzieht. Seine Praxis beschränkt sich nicht auf die Produktion von Werken, sondern beinhaltet eine ständige Reflexion über die Mechanismen, die die Kunstwelt regeln, ihre Machtdynamik, ihre Legitimationsprozesse und ihre Formen der Bildung. Er gründete eine Akademie, die sich an Künstler, Kuratoren und Sammler wendet, und entwickelte ein artikuliertes Projekt, das künstlerische Praxis, theoretische Ausarbeitung und Bildung miteinander verbindet. In diesem Sinne endet seine Arbeit nicht mit dem Objekt, sondern erstreckt sich auf den Kontext, die Diskurse und Beziehungsnetze, die das zeitgenössische kulturelle Ökosystem definieren. Seit vielen Jahren vertritt Luca Rossi eine kritische Haltung gegenüber dem Kunstsystem. Seiner Ansicht nach kann und muss die zeitgenössische Kunst wie eine Turnhalle und ein Laboratorium funktionieren. Sie ist nicht nur ein Raum für die Produktion von ästhetischen Objekten, sondern ein Ort, an dem wir unsere Fähigkeit, die Realität zu sehen, zu lesen und zu interpretieren, trainieren und erproben können. Eine Realität, die sowohl die Welt um uns herum als auch die private und individuelle Dimension umfasst. Die Aufnahme seines verborgenen Werks in das Ausstellungsprogramm der Osteria Francescana unterstreicht diesen Ansatz.
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| Luca Rossi tritt der Kollektion von Massimo Bottura bei... mit einem versteckten Werk |
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