Ohanjanyan bei mudaC in Carrara: fünf monumentale Marmorskulpturen untersuchen die Spannung von Bindungen


Das Museum der Künste in Carrara präsentiert die Einzelausstellung des armenischen Künstlers, kuratiert von Christopher Atamian und Tamar Hovsepian. Eine beispiellose Installation, die das Konzept von Verbindung und Erinnerung durch den materiellen Kontrast zwischen statuarischem Marmor und der Starrheit von Stahlseilen erforscht.

Vom 14. Februar bis 30. August 2026 zeigt das mudaC | museo delle arti di Carrara eine Einzelausstellung von Mikayel Ohanjanyan mit dem Titel Mikayel Ohanjanyan .Ties That Bind. Die Ausstellung, die von Christopher Atamian und Tamar Hovsepian von der in New York ansässigen Plattform Atamian Hovsepian Curatorial Practice kuratiert wurde, hat die Form eines weitreichenden ortsspezifischen Projekts, das sich auf die Dynamik von Verbindung, historischer Erinnerung und Widerstandsfähigkeit konzentriert. Das Werk, das am 13. Februar um 18 Uhr offiziell vorgestellt wird, markiert einen Moment der Synthese in der jüngsten Forschung des armenischen Künstlers, indem es einen direkten Dialog zwischen dem Rohmaterial des Territoriums und philosophischen Überlegungen zur kollektiven Identität herstellt.

“Ausgebildet in Armenien und künstlerisch gereift in Italien, ist Ohanjanyans Sprache sowohl tief verwurzelt als auch universell. Es ist uns eine Ehre, sein Werk in einer Stadt und einer Institution von so hohem historischen Wert zu präsentieren”, betonen die Kuratoren.

Mikayel Ohanjanyan, der 1976 in Eriwan (Armenien) geboren wurde, seine berufliche Laufbahn aber in Italien absolvierte, wählte für diese Ausstellung weißen Marmor als bevorzugtes Material, um einer monumentalen Installation aus fünf Skulpturen Gestalt zu verleihen. Das Ausstellungsprojekt wird von der Gemeinde Carrara gefördert und direkt von mudaC realisiert, mit der Unterstützung wichtiger Organisationen, die mit der armenischen Diaspora und der Kultur verbunden sind, wie die AGBU Armenian General Benevolent Union und Patrick Bahadourian, sowie mit dem technischen Sponsoring von Kooling und Tenax SpA. Die Aufnahme von Ohanjanyan in das Programm des mudaC steht in Kontinuität mit dem Ausstellungsprogramm des Museums, das in seinen Sammlungen und seiner Ausstellungsgeschichte bereits Namen wie Jannis Kounellis, Lynn Russell Chadwick und David Tremlett aufweist.

Mikayel Ohanjanyan, Ties that Bind (2025; weißer Carrara-Marmor, Edelstahlseile) Foto: Nicola Gnesi
Mikayel Ohanjanyan, Ties that Bind (2025; weißer Carrara-Marmor, Edelstahlseile) Foto: Nicola Gnesi
Mikayel Ohanjanyan, Ties that Bind (2025; weißer statuarischer Carrara-Marmor, Edelstahlseile, 121x210x90 cm) Foto: Nicola Gnesi
Mikayel Ohanjanyan, Ties that Bind (2025; weißer statuarischer Carrara-Marmor, Edelstahlseile, 121x210x90 cm) Foto: Nicola Gnesi
Mikayel Ohanjanyan, Ties that Bind (2025; weißer Carrara-Marmor, Edelstahlseile) Foto: Nicola Gnesi
Mikayel Ohanjanyan, Ties that Bind (2025; weißer statuarischer Carrara-Marmor, Edelstahlseile) Foto: Nicola Gnesi

Die Wahl des Ortes ist nicht zufällig: Carrara ist jetzt der Ort, an dem der Künstler sein Atelier eingerichtet hat, und bezeichnenderweise ist die Stadt mit seiner Heimatstadt Eriwan verschwistert. Dieses geografische und biografische Zusammentreffen spiegelt sich in dem Konzept der Verbindung wider, das der Ausstellung ihren Titel gibt. Für Ohanjanyan ist das Band ein ontologisches Prinzip, das den Einzelnen mit dem Netz der Geschichte, der Natur und der Mitmenschen verbindet. In einer Zeit, die von Fragmentierung und sozialen Gegensätzen geprägt ist, entwirft der Künstler eine Vision der Menschheit als ein zusammenhängendes Netz.

Die zentrale Installation besteht aus fünf skulpturalen Elementen unterschiedlicher Größe, die von der Monumentalität von Blöcken mit einer Länge von 210 Zentimetern bis hin zu kleineren, gesammelten Volumen reichen. Jedes Werk ist durch die Gegenüberstellung von zwei formlosen Marmorblöcken strukturiert, die durch Edelstahlseile zusammengehalten werden. Die von diesen Seilen erzeugte Spannung ist nicht rein mechanisch: Der Stahl ätzt die Steinoberfläche, dringt in den Stein ein und macht die Spannung des Zusammenhalts sichtbar. So entsteht ein visueller und konzeptioneller Kontrast zwischen der unveränderlichen Härte des Marmors und der einschränkenden Kraft des Metalls. Obwohl die Blöcke in ihrer Form und Beschaffenheit an sich unvereinbar erscheinen, symbolisiert der Akt des Zusammenfügens einen utopischen Versuch, eine Erinnerung wiederzuerlangen, die verloren zu gehen droht. Die Formen bleiben absichtlich unvollständig, was darauf hindeutet, dass Identität und Geschichte im Entstehen begriffen sind und nie ganz gelöst werden.

Unter dem Gesichtspunkt der räumlichen Umsetzung verwandelt die Ausstellung die Räume der mudaC in eine Umgebung der stillen Reflexion, in der die Körperlichkeit der Werke den Besucher dazu einlädt, sich mit der Schwere und dem Widerstand der Materialien zu messen. Ohanjanyans Poetik manifestiert sich in der Versöhnung gegensätzlicher Kräfte, wo die Härte des Steins und die Spannung des Kabels ein prekäres, aber notwendiges Gleichgewicht finden. Die Ausstellung wird von einem wissenschaftlichen Katalog begleitet, der während der Eröffnungsmonate präsentiert wird und ein Grußwort des Kulturdezernenten der Gemeinde Carrara, Gea Dazzi, sowie kritische Beiträge der Kuratoren und von Cinzia Compalati enthält.

Ohanjanyan bei mudaC in Carrara: fünf monumentale Marmorskulpturen untersuchen die Spannung von Bindungen
Ohanjanyan bei mudaC in Carrara: fünf monumentale Marmorskulpturen untersuchen die Spannung von Bindungen



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