Die Geschichte des französischen Bildhauers Camille Claudel aus dem späten 19. Jahrhundert wird in einer Graphic Novel erzählt: Troppo libera. L’arte, l’amore, la lotta di Camille Claudel, von Assia Petricelli und Sergio Riccardi mit einem Nachwort von Daniela Brogi, erschienen bei Tunué.
“Camille Claudel gehört zu den Frauen (aber auch zu den Männern), die trotz ihres Talents und ihrer Entschlossenheit, trotz ihres intensiven und, ich würde sagen, überwältigenden Willens eine Niederlage erlitten haben”, so die Autoren. “Besiegt von Hindernissen, die größer waren als sie selbst, von der Unzulänglichkeit ihrer Zeit, von ihrer eigenen Zerbrechlichkeit. Die Geschichten der Besiegten und Geschlagenen haben dasselbe Recht, erzählt zu werden, wie die der Gewinner und Sieger, genauso wie Schwäche, Scheitern und Verlust dasselbe Recht haben, zu existieren wie Stärke und Erfolg”.
Im Paris des späten 19. Jahrhunderts ist Camille Claudel, eine begabte Bildhauerin zu einer Zeit, als nur wenige Frauen diese harte und schmutzige Kunst ausüben, Schülerin und Geliebte des großen Auguste Rodin. Sie endet in einer Anstalt und wird von ihrer Familie lebenslang eingesperrt. Ihre Genialität wird erst Jahre später voll erkannt werden. Eine starke und dramatische Geschichte, die mitreißt und bewegt, aber auch zum Nachdenken über den langen Ausschluss der Frauen (ihr Exil) aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens, einschließlich der Kunst, anregt. Die Geschichte von Camille Claudel ist eine tragische Geschichte, denn sie erzählt von der Unmöglichkeit eines großen und brillanten Geistes, sich voll und ganz zu entfalten. Gerade ihre Größe führte sie in eine Sackgasse: Camille wollte nicht nur eine bedeutende Bildhauerin sein, sondern eine Künstlerin auf Augenhöhe mit anderen Künstlern, auch mit Männern, die sich ihres Talents bewusst und stolz auf ihre originelle Vision der Bildhauerei waren. Sie hätte sich für einen Kompromiss entscheiden können: In jenen Jahren begannen sich Künstlerinnen in Vereinigungen zusammenzuschließen, um sich Gehör zu verschaffen und ihre Rechte einzufordern, und sie erhielten einen Platz auf dem Markt, allerdings unter der Voraussetzung, dass sie Kunst produzierten, die als “weiblich” oder dekorativ galt. Camille will sich dem nicht beugen: Sie misst sich an männlichen Sujets und Formaten und drückt durch kräftiges, keineswegs zartes Modellieren eine intensive Sinnlichkeit aus. Das war inakzeptabel. Ihre außergewöhnliche Energie, die kein Ventil fand, entlud sich in Besessenheit und Krankheit.
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| Eine Graphic Novel erzählt die Geschichte von Camille Claudel, einem begabten Bildhauer des späten 19. |
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