Der Louvre in Paris ist erneut in Schwierigkeiten geraten, nachdem in der Nacht von Donnerstag, dem 12., auf Freitag, den 13. Februar, Wasser in den Denon-Flügel eingedrungen ist und einen neuen internen Notfall verursacht hat. Der Vorfall, der einen wichtigen Knotenpunkt des Ausstellungsweges betraf, beschädigte ein Werk von großem historischem und künstlerischem Wert, das sich direkt am Eingang der Gemäldeabteilung befindet, nämlich die 1822 von Charles Meynier ausgeführte Deckendekoration, eine monumentale Komposition, die den Triumph der französischen Malerei darstellt.
Als Unfallursache wurde ein Rohrbruch in der Heizungsanlage in einem technischen Raum über dem Saal 707 festgestellt, der auch als “Duchâtel-Saal” bezeichnet wird und in dem einige Werke von Bernardino Luini sowie der Kalvarienberg mit dem betenden Dominikus von Beato Angelico aufbewahrt werden (diese Werke wurden nach Angaben des Louvre nicht beschädigt). Dieser Saal befindet sich gleich nach dem Saal, der auf die Treppe mit der Nike von Samothrake folgt und in die Grande Galerie führt, wo die Meisterwerke der italienischen Malerei aufbewahrt werden. Das aus dem Rohr strömende Wasser hat das große Gemälde von Meynier direkt getroffen. Obwohl die Feuerwehr das Leck kurz nach Mitternacht stoppen konnte, führte der anhaltende Kontakt mit der Feuchtigkeit zu sichtbaren Veränderungen auf der Oberfläche des Gemäldes , wie die französische Presse berichtet.
Nach Angaben der Museumsleitung wurde am Freitagmorgen eine erste technische Inspektion von einem spezialisierten Restaurator durchgeführt, der von den zuständigen Konservatoren unterstützt wurde. Dabei wurden zwei getrennte Risse in demselben Teil des Gemäldes festgestellt, die durch die mechanische und chemische Einwirkung von Wasser entstanden sind. Neben den Rissen an der Oberfläche stellten die Experten auch eine weit verbreitete Ablösung der Farbschicht fest, die sowohl den flachen Teil der Leinwand als auch die gebogenen Elemente, die das Werk mit den Wänden verbinden, betraf. Der Chefarchitekt für Denkmalpflege, der die Stabilität des Raumes begutachtete, schloss jedoch strukturelle Probleme an der Decke oder dem umgebenden Mauerwerk aus.
Obwohl die Direktion eine Wiedereröffnung des betroffenen Raums innerhalb weniger Stunden ankündigte, werden die Überwachungsmaßnahmen und diagnostischen Untersuchungen der Arbeiten und der Wandoberflächen mit genaueren Analysen fortgesetzt. Die Leitung des Vorfalls hat jedoch logistische Sofortmaßnahmen ergriffen und den Salon Carré sowie zwei angrenzende Räume zwangsweise geschlossen. Der von der Panne betroffene Bereich ist einer der am stärksten von Besuchern frequentierten.
Es ist wirklich kein guter Zeitpunkt für den Louvre: Die Beschädigung von Meyniers Decke kommt nur drei Monate nach dem sensationellen Diebstahl von Juwelen aus der Galerie d’Apollon, einem immer noch ungeklärten Fall, dessen Beute von den Behörden nicht wiedergefunden wurde. Außerdem musste das Museum bereits im November letzten Jahres eine andere Galerie wegen technischer Mängel schließen. Diese Instabilität des Managements geht einher mit den sozialen Spannungen, die seit Mitte Dezember im Louvre herrschen, wo die Angestellten gegen die Verschlechterung der Arbeitsbedingungen protestieren. Ende November kam es zu einem weiteren Wassereinbruch, durch den Hunderte von Bänden in der Bibliothek der Ägyptischen Altertumswissenschaften beschädigt wurden.
Zusätzlich zu den materiellen und arbeitsrechtlichen Problemen wird das Ansehen des Museums derzeit durch eine gerichtliche Untersuchung eines umfangreichen Betrugsnetzes im Zusammenhang mit dem Verkauf von Eintrittskarten erschüttert. Am Donnerstag, den 13. Februar, verhafteten Strafverfolgungsbeamte neun Personen, die verdächtigt werden, ein illegales System zum Waschen von Eintrittskarten organisiert zu haben. Zu den Festgenommenen gehören zwei interne Mitarbeiter des Louvre sowie Reiseleiter und ein mutmaßlicher Organisator des Geschäfts. Die von der Pariser Staatsanwaltschaft koordinierten Ermittlungen führten zur Beschlagnahme enormer Summen: mehr als 957.000 Euro in bar und etwa 486.000 Euro, die auf verschiedenen Bankkonten hinterlegt waren. Der von der Museumsverwaltung im Dezember 2024 erstmals gemeldete Betrug bestand in der wiederholten Verwendung der gleichen Eintrittskarten für verschiedene Touristengruppen, wodurch die Kontrollsysteme umgangen wurden.
Während der Louvre versucht, den Betrieb wieder voll aufzunehmen, steht die Konservierung des durch das Wasser beschädigten Kulturerbes weiterhin im Vordergrund. Durch technische Untersuchungen soll festgestellt werden, wann und in welcher Weise Restaurierungsarbeiten erforderlich sind, um die Unversehrtheit der Meynier-Decke wiederherzustellen, und zwar in einem Kontext, in dem sich die Institution an mehreren Fronten engagiert, von der inneren Sicherheit bis zur Transparenz der Verwaltungsabläufe.
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| Louvre, Wassereinbruch beschädigt Gemälde aus dem 19. Jahrhundert im Saal Beato Angelico |
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