Vom 23. Juni bis 20. September 2026 wird in der Galleria Borghese in Rom die Ausstellung Metamorphose. Ovid und die Künste, ein Ausstellungsprojekt, das aus der Zusammenarbeit mit dem Rijksmuseum in Amsterdam entstanden ist. Die von Francesca Cappelletti und Frits Scholten kuratierte Ausstellung kommt nach der ersten niederländischen Präsentation nach Rom und zeichnet sich durch eine autonome und originelle Konfiguration aus, die den Dialog zwischen der Kunst und dem Text von Ovid fördern soll. Der Weg führt über Ovids Metamorphosen, einen grundlegenden Text der abendländischen Vorstellungskraft, und analysiert die Verwandlung als universelles Prinzip, das in der Lage ist, die Materie, den Kosmos und die menschliche Existenz neu zu interpretieren.
Die Räumlichkeiten der Galleria Borghese bieten einen privilegierten Rahmen für diese Ausstellung, da die Villa selbst in ihren Grundfesten stark von der ovidischen Symbolik beeinflusst ist. Kardinal Scipione Borghese konzipierte das Casino Nobile als ein kulturelles Instrument, das Mythos, Kunst und Selbstdarstellung miteinander zu verbinden vermochte, ein Ansatz, der im 18. Jahrhundert durch die von Marcantonio IV Borghese in Auftrag gegebenen und Antonio Asprucci anvertrauten Restaurierungsarbeiten verstärkt wurde. Durch diese Eingriffe wurden die Räume umgestaltet, indem die Skulpturen in den Mittelpunkt der Räume gerückt und in einen von den Metamorphosen inspirierten Dekorationsapparat integriert wurden, wodurch ein Kontext geschaffen wurde, in dem die Präsenz von Ovid strukturell und allgegenwärtig ist.
Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Metamorphose als generatives Prinzip, das in der Lage ist, den Kosmos, die Materie und den Körper zu durchdringen und neu zu definieren. Die berühmten, oft tragischen Mythen von Ovid haben den Künstlern ein unerschöpfliches Repertoire an Bildern und Konflikten geliefert, in denen Leidenschaften, Begierden, List, Gewalt, Betrug und die Möglichkeit der Erlösung visuell umgesetzt werden. Die Ausstellung zeigt eine Vision der Welt, in der Götter, Menschen und Natur ein Schicksal der ständigen Verwandlung teilen. Neben klassischen Themen wie der Liebe, dem Jenseits und der Erschaffung der Welt untersucht die Ausstellung das Phänomen desOvide moralisé, der mittelalterlichen Neufassung des Werks, die die mythologischen Darstellungen der Renaissance stark beeinflusst hat.
Zu sehen sind Meisterwerke von Correggio, Michelangelo, Tizian, Rubens, Poussin, Gerôme, Rodin und Brancusi, die mit den bereits in der Galleria Borghese vorhandenen mythologischen Meisterwerken wie Apollo und Daphne und Pluto und Proserpine von Gian Lorenzo Bernini in Dialog treten. Die Ausstellung hebt die visuelle und konzeptionelle Kraft von Ovids Erzählungen hervor und unterstreicht die Bedeutung des Mythos für die Konstruktion der europäischen Vorstellungskraft. Der Weg schlägt eine symbolische und sensorische Neuinterpretation des Wandels vor, die die Spannung zwischen Ordnung und Verwandlung, die Fluidität der Identitäten und die dynamische Beziehung zwischen Körper und Natur zeigt. Die Metamorphose wird so zu einer ästhetischen und ontologischen Kategorie, die in der Lage ist, die Beziehungen zwischen Zeit, Raum, Materie und Form zu hinterfragen. Der Ausstellungskatalog, der in Zusammenarbeit mit dem Rijksmuseum erstellt wurde und in italienischer, englischer und niederländischer Sprache erhältlich ist, dokumentiert alle an den beiden Ausstellungsorten gezeigten Werke und enthält Essays von italienischen und niederländischen Wissenschaftlern. Das grafische Projekt wurde von Irma Boom kuratiert. Die Galleria Borghese bedankt sich für die Unterstützung durch Intesa Sanpaolo - Gallerie d’Italia und Webuild S.p.A., den Partnern der Initiative.
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| Ovids Metamorphosen in der Galleria Borghese mit über 80 Meisterwerken ausgestellt |
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