Am 17. Januar eröffnetFrittelli arte contemporanea in Florenz die persönliche Ausstellung von Nanni Balestrini (Mailand, 1935 - Rom, 2019) mit dem Titel La rivolta illustrata, kuratiert von Marco Scotini. Die Ausstellung, die bis zum 17. April 2026 zu sehen sein wird, versammelt mehr als hundert Werke des Mailänder Künstlers, von denen die meisten bisher unveröffentlicht waren, und ist Balestrinis dritte Zusammenarbeit mit der Florentiner Galerie. An der Eröffnung nimmt Antonio Rezza teil, der einige Auszüge aus dem Roman Vogliamo tutto vorträgt.
Die Ausstellung durchläuft das gesamte Schaffen Balestrinis, von Collagen auf Papier bis hin zu Acryl und Kunststoffen, und zeigt die Vielfalt seiner Ausdrucksmittel und sein ständiges Interesse an sprachlichen und visuellen Experimenten. Der Titel der Ausstellung erinnert direkt an das 1976 von Einaudi veröffentlichte Buch La violenza illustrata (Illustrierte Gewalt), in dem der Autor Worte als Bilder verwendet, ohne auf ikonografische Elemente zurückzugreifen, sondern der verbalen Form einen stark visuellen Charakter verleiht. Balestrinis künstlerische Operation verwandelt den Text in ein visuelles Objekt, indem er Wörter und Syntax fragmentiert und neu kombiniert, um abstrakte Muster zu erhalten, wobei er Spuren der ursprünglichen Bedeutung beibehält.
Die in La rivolta illustrata präsentierten Collagen sind nicht darauf beschränkt, separat gelesen oder betrachtet zu werden: Jedes Werk erfordert eine gleichzeitige Lektüre von verbalem und visuellem Material. Die Künstlerin bearbeitet Seiten aus Zeitschriften, Zeitungen, politischen Wochenblättern und Schlagzeilen, die historische Ereignisse dokumentieren, insbesondere solche, die mit den italienischen Revolutionswellen zusammenhängen. In diesem Sinne greift die Ausstellung den episodischen Mechanismus des Romans auf und gliedert die Werke in autonome Zyklen, die die Geschichte der Straßenkämpfe, der Gegenbewegungen und der sozialen Proteste dokumentieren, neu interpretieren und kritisieren - Themen, die Balestrini auch in seinem Leben verfolgt hat.
Balestrinis Interesse an der visuellen Linguistik manifestiert sich in seiner Fähigkeit, den Text von den Zwängen der chronologischen Linearität und der zeitlichen Abfolge zu befreien. Durch Collagen und Textmanipulationen befreit der Künstler die Lektüre von der sequentiellen Verpflichtung und bietet multidirektionale Pfade und multiple Interpretationen an. Dieser Ansatz bestätigt auch Balestrinis Rolle als Meister der zeitgenössischen visuellen Kunst, der in der Lage ist, die Sprache in ein ästhetisches und konzeptionelles Experimentierfeld zu verwandeln. Die Ausstellung bietet einen umfassenden Überblick über sein künstlerisches Schaffen, von der Pagine-Serie von 1962 bis zu den Potere Operaio-Zyklen von 1975, von den CagedIris- und Ondulé-Sequenzen von 1980 bis hin zu jüngeren Werken wie Guarda qui von 2009 und 2Cento fiori von 2018, die sich alle durch einen innovativen Umgang mit sprachlichen und visuellen Inhalten auszeichnen.
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| Über hundert Werke von Nanni Balestrini bei Frittelli arte contemporanea in Florenz ausgestellt |
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